Spanien — Neue Sparzwänge auch für die spanische Marine

Zunehmend prekäre Staats­fi­nanzen (aktuell das Ver­fehlen der Defiz­itziele) dürften kurzfristig neue Sparzwänge gener­ieren, von denen auch die spanis­che Marine direkt betrof­fen sein kön­nte.

Marineforum -
PRINCIPE DE ASTURIAS (Foto: Deutsche Marine)
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Spanis­chen Medi­en zufolge bere­it­et sie sich bere­its darauf vor, neben zwei Fre­gat­ten auch ihren einzi­gen Flugzeugträger PRINCIPE DE ASTURIAS aufzule­gen.

Völ­lig über­raschend käme dieser Schritt nicht. Der 17.000 ts große Flugzeugträger ist seit fast 25 Jahren in Dienst. Eigentlich sollte schon 2008 eine über­fäl­lige Mod­ernisierung begin­nen, die dann aus finanziellen Grün­den zunächst verzögert, im Mai 2010 im Zuge eines Sparhaushalts auf Eis gelegt wurde.

Im Sep­tem­ber 2010 meldete die spanis­che „El Pais“, die Marine hätte entsch­ieden, die PRINCIPE DE ASTURIAS mit Zulauf des neuen Hub­schrauberträgers JUAN CARLOS I in den Reser­ves­ta­tus zu über­führen. Als der Neubau dann aber im gle­ichen Monat in Dienst gestellt wurde, blieb der Flugzeugträger davon unberührt. Zwar wurde seine Mod­ernisierung weit­er­hin nicht in Angriff genom­men, aber das Schiff blieb im aktiv­en Dienst, führte in den let­zten Wochen in der Bucht von Cadiz sog­ar noch Aus­bil­dungs­flug­be­trieb für Har­ri­er-Piloten durch.

Nun scheint sich das Schick­sal der PRINCIPE DE ASTURIAS aber doch zu erfüllen. Unverzicht­bar wäre der Flugzeugträger für die spanis­che Marine nicht, denn Hub­schrauberträger JUAN CARLOS I wurde eben­falls als „Seekriegsmit­tel zur Macht­pro­jek­tion“ beschafft, und auch von ihm kön­nen nicht nur Hub­schrauber, son­dern auch Senkrecht­starter Har­ri­er einge­set­zt wer­den. Wenn er volle oper­a­tive Ein­satzreife erlangt, kön­nte dies also dur­chaus zum Anlass genom­men wer­den, sich von der PRINCIPE DE ASTURIAS zu tren­nen.

In Koop­er­a­tion mit “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen

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