Allgemein — Unmanned Underwater Vehicles UUV

Dieser Artikel wird mit fre­undlich­er Genehmi­gung der “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen” veröf­fentlicht.

Marineforum

Unmanned Under­wa­ter Vehi­cles UUV — Konzepte und Sys­teme unbe­man­nter Unter­wasser­fahrzeuge zum Schutz von Sys­te­men und Anla­gen auf See

Marineforum SeaFoxIQ
Häfen, Bin­nen- und Küstengewäss­er bilden die Knoten­punk­te des glob­alen Han­dels. Sie sind die Ner­ven­zen­tren der inter­na­tionalen Waren­flüsse. Mit mehr als 90 Prozent des Welthandels sind sie extrem abhängig von sicheren und effizien­ten Trans­portwe­gen. So stellt die Europäis­che Organ­i­sa­tion der See­häfen (ESPO) fest, dass »die EU ohne ihre See­häfen schlichtweg nicht funk­tion­ieren kann. Nahezu der gesamte Außen­han­del der Gemein­schaft und fast die Hälfte ihres Bin­nen­han­dels wer­den über die mehr als 1.000 See­häfen in den Küsten­mit­glied­staat­en der EU abgewick­elt«.

Ein erfol­gre­ich­er Angriff auf einen größeren Hafen oder einen Trans­portweg würde nicht nur eine tage- oder wochen­lange Schließung zur Folge haben, son­dern darüber hin­aus einen ganz erhe­blichen, neg­a­tiv­en ökonomis­chen Ein­fluss auf die gesamte Region und das Land.

Ganzheitliche Sicherungssys­teme müssen dem­nach unter Beach­tung des ISPS-Codes die Kom­po­nen­ten

  • Unter- und Über­wasserüberwachung von Häfen, Wasser­straßen und Küsten,

  • Schutz von Off­shore-Ein­rich­tun­gen wie Öl- und Gas Förder­an­la­gen, Wind Parks, etc.,

  • Unter­wass­er-Inspek­tion von Schiff­shüllen, Piers und Anlegestellen,

  • See­bo­denin­spek­tion speziell im Hafen­bere­ich sowie

  • Sen­sor­bar­ri­eren an beson­ders gefährde­ten Objek­ten umfassen.

Zu beacht­en ist dabei, dass sich beson­ders der Unter­wasser­bere­ich bezüglich ter­ror­is­tis­ch­er Angriffe extrem sen­si­bel darstellt, denn er ist aus­ge­sprochen schw­er zu überwachen und Angriffe, beson­ders in begren­zter Tiefe, kön­nen prinzip­iell leicht und verdeckt durchge­führt wer­den. Darüber hin­aus muss beachtet wer­den, dass ter­ror­is­tis­che Angriffe in der Regel unter Ger­ingschätzung des eige­nen Lebens durchge­führt wer­den und damit selb­st bei Ein­satz rel­a­tiv sim­pler Mit­tel nahezu unbe­gren­zt Angst und Ter­ror erzeu­gen kön­nen.

Das Fol­gende stellt das rel­e­vante glob­ale Bedro­hungsszenario dar und behan­delt umfassend Tech­nolo­gien auf der Basis von aus­gewählten Unter­wasser­fahrzeu­gen zur Erfas­sung und Abwehr von Angreifern. Aus­ge­hend von einem ganzheitlichen sys­temthe­o­retis­chen Konzept der koor­dinierten Strate­gien von Luft-, Land- und Wasser­sys­te­men wird speziell auf die Auf­gaben der unbe­man­nten Unter­wasser­fahrzeuge näher einge­gan­gen. Er zeigt anhand von Prax­is­beispie­len die Möglichkeit­en und Schwächen heutiger Sys­teme und beschreibt die notwendi­gen Entwick­lun­gen, um eventuelle Sicher­heit­slück­en zu schließen.