Allgemein — U‑Boot-Technologie der Zukunft

Beschich­tung
Schräge Turm­fläche mit reflek­tieren­der Beschich­tung

Die zweite Option zur Reduzierung des Ziel­maßes eines U‑Boots liegt in der Anbringung von akustisch wirk­samen Beschich­tun­gen. Im Prinzip han­delt es sich bei allen akustis­chen Beschich­tun­gen um kom­prim­ier­bare Mate­ri­alien.

TKMS hat eine reflek­tierende Beschich­tung entwick­elt, die am Bug, Heck und an schrä­gen Flächen aufge­bracht wird. Das Mate­r­i­al reflek­tiert und zer­streut die ank­om­mende Schal­len­ergie, sodass sie nicht in geflutete Freiräume ein­drin­gen kann, wo die baulichen Struk­turen Schall­wellen her­vor­ra­gend zurück­strahlen. Die Glan­zlin­ie des Druck­kör­pers kann mit einem absorbieren­den Mate­r­i­al abgedeckt wer­den, welch­es aus physikalis­chen Grün­den erhe­blich dick­er sein muss. Ein absorbieren­des Mate­r­i­al für diesen Zweck wird zurzeit bei TKMS entwick­elt.

Zusam­men­fas­sung

Verän­derun­gen im geopoli­tis­chen Umfeld haben heute Auswirkun­gen auf die Marines­trate­gie und führen damit zu geän­derten oper­a­tionellen Forderun­gen und Bedürfnis­sen – mit entsprechen­den neuen tech­nis­chen und nicht-tech­nis­chen Her­aus­forderun­gen. Wo auch immer diese Art von Her­aus­forderung entste­ht, gibt es ein­er­seits ein Risiko, aber ander­er­seits bietet sich die Möglichkeit, wichtige Neuerun­gen und fortschrit­tliche Entwick­lun­gen einzubrin­gen.

Das nicht-nuk­leare U‑Boot sieht heute Verän­derun­gen in zwei Bere­ichen: zum einen in Entwick­lung, Kon­struk­tion und Pro­duk­tion und zum anderen in ange­wandten Tech­nolo­gien zur Erweiterung der Ein­satzfähigkeit­en des U‑Boots. Zusam­men wer­den diese Neuerun­gen das kon­ven­tionelle U‑Boot robuster, schw­er­er zu orten und flex­i­bler machen. Somit kann es in ein­er Vielzahl von Szenar­ien zum Ein­satz kom­men – von Friedenssicherung bis hin zu Kampfein­sätzen.

Die Evo­lu­tion der nicht-nuk­learen U‑Boote hat heute in gewis­sem Sinne diejenige ihrer riesi­gen nuk­lear getriebe­nen Geschwis­ter über­holt – ganz ein­fach weil sie nicht unter den zahlre­ichen Nachteilen dieser Boote lei­den, z. B. hin­sichtlich aufwendi­gerem Sig­natur­man­age­ment und Kosten.

Die zusät­zlichen Fähigkeit­en und die ver­größerte Aus­dauer machen das U‑Boot im 21. Jahrhun­dert noch wichtiger als es im 20. schon war. Das nicht-nuk­leare U‑Boot ist gestern wie heute ein erstk­las­siges Mit­tel für die Wahrnehmung von Sicher­heit­sauf­gaben auf den Meeren in der ganzen Welt.

Team GlobDef

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