Allgemein — Korvetten und Offshore Patrol Vessel

Zukun­fts­markt
Alle drei betra­chteten Kat­e­gorien – die »großen Schnell­boote«, die »kleinen Fre­gat­ten« und die »Off­shore Patrol Ves­sel« – zählen derzeit zu den ein­deuti­gen Favoriten im inter­na­tionalen Kriegss­chiff­bau – und dies dürfte zumin­d­est mit­tel­fristig auch so bleiben. Die bes­tim­menden Fak­toren seien hier noch ein­mal kurz genan­nt:

  • Fokussierung herkömm­lich­er mar­itimer Oper­a­tio­nen auf den »Lit­toral War«;
  • zunehmende wirtschaftliche Bedeu­tung von Off­shore Ressourcen in den EEZ;
  • Notwendigkeit, sich im Kampf gegen Dro­gen- und Waf­fen­han­del sowie ille­gale Migra­tion von der eige­nen Küste zu lösen;
  • Kosten­be­gren­zung durch Verzicht auf nicht benötigte oder nachrangige Fähigkeit­en).

Schon eine kurze Auswer­tung aktueller Flot­ten­hand­büch­er zeigt, dass weltweit derzeit mehr als 300 solch­er Fahrzeuge in unter­schiedlich­ster Aus­prä­gung im Bau oder fest geplant sind. Für größere Marinen/ Küstenwachen entste­hen sie meist im eige­nen Lande, wobei nicht sel­ten das Ange­bot von Exportver­sio­nen die eige­nen Entwick­lungskosten begren­zen soll. Kleinere Län­der mit eigen­er Kriegss­chiff­bauin­fra­struk­tur suchen nach Mit­teln und Wegen, durch Joint Ven­tures mit aus­ländis­chen Werften (Bil­liglohn­län­der) Kosten zu senken. Küsten­län­der mit (noch) nicht aus­geprägten Fähigkeit­en zum Kriegss­chiff­bau bedi­enen sich gern aus­ländis­ch­er Designs, allerd­ings unter der Bedin­gung, dass lan­de­seigene Werften zumin­d­est am Bau mitwirken, um so die eigene Schiff­bauin­dus­trie zukun­fts­fähig zu machen (Tech­nolo­gie Spin-off). Dies ist denn auch der Markt, auf den sich die meis­ten inter­na­tionalen Kriegss­chiff­bauer konzen­tri­eren; fast alle bieten solche Designs für den Export­markt an.