Osteuropa — Serbien

  • 2003 Jan­u­ar – Am Ende sein­er Amt­szeit als ser­bis­ch­er Präsi­dent stellt sich Milan Miluti­novic dem Den Haager Kriegsver­brecher­tri­bunal und plädiert für nicht schuldig für die Anklage wegen Ver­brechen gegen die Men­schlichkeit.

  • Ser­bis­ches und mon­tene­grinis­ches Par­la­ment stim­men für eine Ver­fas­sung für die Union von Ser­bi­en und Mon­tene­gro zu.

    Ermor­dung Djind­jics

  • 2003 März – Der ser­bis­che Pre­mier­min­is­ter Zoran Djind­jic wird in Bel­grad ermordet.

  • 2003 Dezem­ber – Ergeb­nis­lose ser­bis­che Par­la­mentswahlen führen zu lang­wieri­gen Koali­tion­s­ge­sprächen.

  • 2004 März — Vojislav Kos­tu­ni­ca wird Pre­mier­min­is­ter in ein­er mitte-rechts Koali­tion­sregierung von Ser­bi­en, die sich auf ein die Unter­stützung der Sozial­is­tis­chen Partei ver­lässt.

  • Ser­bi­ens erster großer Kriegsver­brecher­prozess wird in Bel­grad gegen sechs Ser­ben, die 1991 in der kroat­is­chen Stadt Vuko­var 200 Zivilis­ten getötet haben sollen, eröffnet.

    Die schlimm­sten Zusam­men­stöße seit 1999 zwis­chen Ser­ben und Albaner ereignen sich im Koso­vo, nach­dem Gewalt in der geteil­ten Stadt Mitro­vi­ca aus­bricht. Nato schickt Ver­stärkung.

  • 2004 Juni – Der Führer der Demokratis­chen Partei Boris Tadic wird zum ser­bis­chen Präsi­den­ten gewählt, sein geschla­gen­er Gegen­er ist der Nation­al­ist Tomis­lav Nikolic. Herr Tadic sichert zu Ser­bi­en in die EU zu führen.

  • 2005 Feb­ru­ar — Pre­mier­min­is­ter Kos­tu­ni­ca lehnt Vorschläge von mon­tene­grinis­chen Ober­häuptern ab, dass die Union aus Ser­bi­en und Mon­tene­gro bald been­det wird.

  • 2005 Juli – Acht ehe­ma­lige Mit­glieder der Geheim­polizei wer­den wegen dem Mord an Ser­bi­ens ehe­ma­li­gen Präsi­den­ten Ivan Stam­bol­ic zu ein­er Gefäng­nis­strafe von bis zu 40 Jahren verurteilt.

  • 2005 Okto­ber — Union aus Ser­bi­en und Mon­tene­gro startet Gespräche für ein Sta­bil­i­sa­tions- und Assozi­ierungsabkom­men mit der EU, welch­es als der erster Schritt in Rich­tung Mit­glied­schaft ange­se­hen wird.

  • 2006 Jan­u­ar — Kosovos Präsi­dent Ibrahim Rugo­va stirbt. Sein Nach­fol­ger wird Fat­mir Sejdiu.

  • 2006 März — Slo­bo­dan Milo­se­vic wird tot in sein­er Zelle in Den Haag aufge­fun­den, wo sein Prozess beim Inter­na­tionalen Kriegsver­brecher­tri­bunal fort­ge­set­zt wurde. Er wird in sein­er Heimat­stadt Pozare­vac beige­set­zt.

  • 2006 Mai — EU been­det Gespräche bezüglich enger­er Zusam­me­nar­beit, da Bel­grad die Ver­haf­tung des für Kriegsver­brechen verdächtigten Ratko Mladic ver­säumt.

  • Mon­tene­gros Unab­hängigkeit

  • 2006 Mai — Mon­tene­gro stimmt in ein­er Volksab­stim­mung für die Abtren­nung von Ser­bi­en; 55,5% stim­men für die Unab­hängigkeit, nur 0,5% über des benötigten Schwellen­wertes.

  • 2006 Juni — Mon­tene­gro erk­lärt Unab­hängigkeit. Ser­bi­en antworte mit der Erk­lärung ihrer eige­nen unab­hängi­gen Sou­veränität als Nach­fol­ger der Union aus Ser­bi­en und Mon­tene­gro.

  • 2006 Okto­ber – Ser­bis­che Wäh­ler stim­men in ein­er Volksab­stim­mung für eine neue Ver­fas­sung, die den Koso­vo als einen inte­gralen Teil des Lan­des erk­lärt. Kosovos alban­is­che Mehrheit boykot­tiert die Abstim­mung und die von der UN unter­stützten Gespräche über die Zukun­ft der umstrit­te­nen Prov­inz.

  • 2006 Dezem­ber – Nato lässt Ser­bi­en für das Pro­gramm ein­er Vor­mit­glied­schaft sein­er “Part­ner­ship for Peace” zu, obwohl es ver­säumt hat Kriegsver­brech­er wie die verdächtigten Radovan Karadz­ic und Ratko Mladic festzunehmen.

  • 2007 21. Jan­u­ar – Erste Par­la­mentswahlen seit der Unab­hängigkeit Mon­tene­gros im Juni 2006. Die Ultra-nation­al­is­tis­che Radikale Partei erzielt einen Stim­mzuwachs, aber gewin­nt nicht genug Sitze um eine Regierung zu for­men.

  • 2007 Feb­ru­ar – UN Gesandter Mart­ti Ahti­saari enthüllt einen Plan den Koso­vo einen Weg in die Unab­hängigkeit zu ermöglichen, was von den Koso­vo-Albanern begrüßt und von den Ser­ben abgelehnt wird.

  • 2007 Mai — Tomis­lav Nikolic, Führer der Ser­bis­chen Radikalen Partei und Ver­bün­de­ter des ver­stor­be­nen Präsi­den­ten Milo­se­vic, wird zum Sprech­er gewählt. Er tritt aber nur Tage später wieder zurück.

  • Die wichtig­sten Parteien für Refor­men stim­men zu, eine Regierung zu bilden.

    Zwölf Per­so­n­en darunter Kom­man­deure ein­er Spezialein­heit der Polizei wer­den des Mordes an dem ser­bis­chen Pre­mier­min­is­ter Zoran Djind­jic im Jahr 2003 für schuldig gesprochen.

    Zdravko Tolimir, ein­er der von dem Den Haager Kriegsver­brecher­tri­bunal für seine Rolle in dem Sre­breni­ca-Mas­sak­er in Bosnien meist­ge­sucht­en Flüchtlin­gen, wird ver­haftet.

  • 2007 Novem­ber — Gespräche über den zukün­fti­gen Sta­tus des Kosovos enden in ein­er Sack­gasse, worauf die eth­nis­che alban­is­che Führung der Prov­inz ein­seit­ig die Unab­hängigkeit erk­lärt. Ser­bi­en erwidert, das es der Unab­hängigkeits­be­we­gun­gen ent­ge­gen­wirken wird.

  • 2008 20. Jan­u­ar — Präsi­dentschaftswahlen, erste Runde. Der amtierende Boris Tadic ste­ht am 3. Feb­ru­ar Tomis­lav Nikolic bei den Wahlen gegenüber.

  • 2008 17. Feb­ru­ar — Die ser­bis­che Prov­inz Koso­vo erk­lärt Unab­hängigkeit. Ser­bi­en hält die Erk­lärung für ille­gal.

Quelle: frei über­set­zt von http://news.bbc.co.uk