Lateinamerika — Costa Rica

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Die wichtig­sten Infor­ma­tio­nen im Überblick:

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Prä­sidi­al­re­pub­lik (Pres­i­den­tial Repub­lic)

Karte Costa Rica Map

Haupt­stadt (Cap­i­tal): San José
Ein­wohn­er (Pop­u­la­tion): 4,061 Mio.
Fläche (qkm) (Area (sq.km)): 51.100
Wehre­tat (Defence Bud­get): 78 Mio. US-$
BSP/Einwohner (GNP/Capita): 4.670 US-$

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Dat­en außer Wehre­tat dem Fis­ch­er Weltal­manach 2005 ent­nom­men

Cos­ta Rica überspan­nt die mit­te­lamerikanis­che Land­brücke, die den paz­i­fis­chen und den indis­chen Ozean tren­nt. Bere­its kurz nach den tro­pis­chen Stän­den bilden tro­pis­che Gebirgs­ket­ten, die von Vulka­nen gebilde­ten Cordilleras, eine Verbindung der Anden im Süden mit den Rocky Moun­tains in Nor­dameri­ka. Cos­ta Rica wurde — auch deshalb? — oft als die “Schweiz Mit­te­lamerikas” beze­ich­net.

Dazu mag auch die Größe des Lan­des beige­tra­gen hat, das mit etwas über 51.000 qkm die Größe der Schweiz (rund 41.300 qkm), von Bel­gien (32.500 qkm) oder Nieder­sach­sen (47.600 qkm) knapp über­schre­it­et. Jed­er vierte der gut 4 Mio. Ein­wohn­er lebt in der Haupt­stadt San José, eine Metro­pole, die fast zu groß für dieses Land ist. Nur etwa 20 % der Ein­wohn­er kön­nen als “arm” beze­ich­net wer­den — ein Traumw­ert für Südameri­ka, wo im Duch­schnitt 50 % der Bevölkerung zu den Armen gerech­net wer­den.

Geschichte:
Bere­its Kolum­bus erkun­dete um 1502 die Ufer an der östlichen, karibis­chen Küsten des Lan­des. Ab 1560 set­zte eine gezielte spanis­che Koloni­sa­tion ein. Die langjährige Kolo­nial­haupt­stadt Carta­go war eine der ersten von den Spanien gegrün­de­ten Städte in der Neuen Welt. Cos­ta Rica erlangte bere­its 1821 seine Unab­hängigkeit, und hat sich sei­ther — mit zwei kurzen Unter­brechun­gen — als demokratis­ches und wirtschaftlich sta­biles Muster­land etabliert.

Wirtschaft: 
Seit 1950 wer­den die staatlichen Haushaltsmit­tel in das Schul­sys­tem, staatliche Für­sorge und diverse Infra­struk­tur­pro­jek­te sowie Schlüs­selin­dus­trien gesteckt. Cos­ta Rica ist eines der weni­gen Län­der, bei denen selb­st in den kle­in­sten Dör­fern sauberes Trinkwass­er aus den Wasser­häh­nen kommt. Große Teile des Bankwe­sens, Energie, die (einzige) Erdöl­raf­finer­ie des Lan­des, Telekom­mu­nika­tion, Ver­sicherun­gen (Alters- und Kranken­vor­sorge) sind in staatlichen Hän­den. Etwa 50 % des BIP wer­den von staatlichen Unternehmen erwirtschaftet. Der Dien­stleis­tungssek­tor trägt inzwis­chen über 60 % zum BIP bei. Wirtschaftlich ist Cos­ta Rica dabei immer mehr auf den Öko­touris­mus aus­gelegt, der mit jäh­lichem Umsatzwach­s­tum von 20 % ganz erhe­blich zum BIP des Lan­des beiträgt. Die Indus­trie beteiligt sich zu etwa 1/3 am BIP, und die Land­wirtschaft — die aber immer noch 20 % der Erwerb­stäti­gen beschäftigt — hat nur noch einen Anteil von knapp 10 % am BIP. Den­noch ist Cos­ta Rica der zweit­größte Bana­nen-Expor­teur der Welt. In der Pro­duk­tion von Bana­nen liegt Cos­ta Rica mit 2,7 Mil­lio­nen Ton­nen jedoch weltweit nur auf dem 7. Platz (Stand 2001). Der Haupthandelspart­ner des Lan­des sind die USA — die im Jahr 2006 für 3,2 Mrd. $ (knap 40 % der Gesam­t­ex­porte des Lan­des) Elek­tron­ik, Medi­z­in­tech­nik und Früchte aus Cos­ta Rica importierten.

Mit dem im Sep­tem­ber 2007 nach ein­er sehr kon­tro­vers geführten Diskus­sion durch Volksab­stim­mung beschlosse­nen Beitritt zur Frei­han­del­szone CAFTA wer­den sich die wirtschaftlichen Bindun­gen an die USA ver­stärken, allerd­ings wird von den Geg­n­ern des Beitritts Wirtschafts­dump­ing der USA durch suben­ven­tion­ierte Lebens­mit­tel und ein Ver­lust der sozialen Leis­tun­gen des Staates befürchtet.

Stre­itkräfte: 
1949 — nach dem Bürg­erkrieg — wur­den die Stre­itkräfte des Lan­des abgeschafft.

Für die Sicher­heit sorgt nun eine 4.400 Mann starken Civ­il Guard. Die Gren­zen wer­den von ein­er 2.000 Mann starken Bor­der Police bewacht. Und zu guter Let­zt gibt es noch die 2.000 Mann starke Rur­al Guard direkt unter dem Befehl des Min­istry of Gov­ern­ment and Police.

1983 verkün­dete Präsi­dent Luis Alber­to Mon­ge angesichts der Ver­schär­fung der Bürg­erkriege in Zen­tralameri­ka (v. a. Nicaragua, dem nördlich angren­zen­den Nach­barn) die dauernde, aktive und unbe­waffnete Neu­tral­ität des Lan­des.