Philippinen


Pilippinen Flagge

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

Regierungsform (Government Type): Präsidialrepublik (Presidential Republic)

Karte Philippinen

Hauptstadt (Capital): Manila
Einwohner (Population): 82,987 Mio.
Fläche (qkm) (Area sq.km): 300.000
Wehretat (Defence Budget): 1,4 Mrd. US-$ (2002)
BSP/Einwohner (GNP/Capita): 1.170 US-$

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Daten außer Wehretat dem Fischer Weltalmanach 2005 entnommen


Hauptstadt: Manila mit 1,65 Mio. Einwohnern
Weitere größere Städte: Quezon City (2,0 Mio. Einw.), Caloocan (1,0 Mio. Einw.), Davao (1,0 Mio. Einw.)
Religionszugehörigkeit: 84,1 % Katholiken, 6,2 % Unabh. Kirche – Aglipayan, 4,6 % Muslime, 3,9 % Protestanten
Außenhandelspartner: USA, Japan, Südkorea, Singapur, Niederlande, Großbritannien, Malaysia, Taiwan

Die Philippinen stellen – mit über 7000 Inseln – die zweite große Inselrepublik im südostasiatischen Raum dar. Genauso wie Indonesien ist dieser Staat mit ethnisch-religiösen Konflikten zwischen verschiedenen Völkern belastet, allerdings mit umgekehrten „Vorzeichen“ – auf der Inselwelt zwischen Mindanao (Philippinen) und Borneo (Indonesien) rebellieren islamische Gruppen gegen die christliche Zentralregierung – stehen die Philippinen in vergleichbaren Problemen der Entwicklung Indonesiens zurück.

Die Marine verfügt über ein weitgehend überaltetes, aus US-Beständen der vierziger Jahre bestehendes Kriegsschiffmaterial. Lediglich kleinste Einheiten wie Ptr.-Boote (zwanzig von Marcelo in den Siebziger Jahren für die Küstenwache gebaute 22-t-Ptr. Boote) stellen ein gewisses eigenständiges Element dar.
Als der amerikanische Navy Stützpunkt „Subic Bay“ 1992/93 verlassen wurde, bildete sich nicht nur ein militärisches Machtvakuum sondern auch eine wirtschaftliche Notstandszone, die zwar eine einmalige Infrastruktur – aber keinerlei Investoren aufwies.
Die philippinische Nation war nach Jahren eines korrupten Regimes (Marcos) nicht in der Lage, die Lücken zu schließen.
Diese Lücke wurde von China geschlossen, das – wie oben angegeben – im südchinesischen Meer im Bereich der ölreichen Spratley-Inseln Fakten schuf und seither regelmäßig mit seinen modernsten Marine-Einheiten präsent ist.

Erst 1994 erfolgte mit der Bestellung von elf schnellen Patrouillenbooten bei der US-Werft Halter Marine – von denen sieben in Lizenz bei der AG & P Werft gebaut werden sollten – und der Ausbildung von Kommandotruppen (Special Forces) der philippinischen Marine der Versuch, diese Lücken zu schließen.
Seither wird das Schwergewicht der philippinischen Marine in der Beschaffung von kleinen, schnellen Einheiten gesehen, die sich vor allem zum Kampf gegen separatistische Befreiungsbewegungen in der unübersichtlichen Inselwelt eignen.

Philippinen

Inzwischen ist die philippinische Marine – die über 7.000 Inseln am Rande des Pazifiks und wichtige Seestraßen sichern soll – praktisch für Hochseeeinsätze nicht mehr einsatzfähig. Wie die Zeitschrift MARINEFORUM in der Juni-Ausgabe 2003 meldet, sind Versuche zur Erneuerung des Uraltbestandes mit moderneren Fregatten und Korvetten bisher immer wieder im Sande verlaufen.

Die Ausgliederung einer eigenen Küstenwache dürfte den Küstenschutz und damit auch der Bekämpfung von Befreiungsbewegungen etwas mehr Effektivität verleihen.
Darüber hinaus gehende Hochseeeinsätze – etwa zum Schutz der territorialen Ansprüche auf den Spratley-Inseln gegen chinesische oder vietnamesische Interessen – dürfte damit aber weiterhin nur schwer möglich sein. Es bleibt abzuwarten, ob den philippinischen Seestreitkräften weiterhin ein Schattendasein zugemutet wird.

Die Philippinen versuchten, überall zu günstigen Konditionen (gebrauchte) Waffen zu erwerben. Fregatten und Schnellboote wurden in Rußland angefragt, Kfir-Kampflugzeuge sollten von Israel geliefert werden und Taiwan soll F-104 und F-5 Fighter an das Nachbarland liefern. Allerdings wurden die wenigen Kräfte, die das wirtschaftlich desolate Land freisetzen konnte, in der südphilippinischen Inselwelt benötigt, um Entführungen und Raubzüge einer zunehmend selbständiger operierenden „islamischen Befreiungsbewegung“ einzudämmen.