Ost Timor

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Ost-Tim­or ist seit Mai 2002 wieder ein eigen­ständi­ger Staat, der — derzeit noch unter inter­na­tionaler Für­sorge — bestrebt ist, sich zu kon­sti­tu­ieren und auf eigene Beine zu stellen.
Bei der Wieder­erlan­gung der Selb­st­ständigkeit — Ost-Tim­or war jahrzehn­te­lang ein Teil des Indone­sis­chen Staates — kam es zu let­zten bluti­gen Auseinan­der­set­zun­gen zwis­chen der Befreiungs­be­we­gung und indone­sis­chen Trup­pen.
“Blauhelmtrup­pen” — vor allem aus­tralis­che Elitesol­dat­en — sollen die ter­ri­to­ri­ale Integrität des neuen Staates schützen, der vom ehe­ma­li­gen Fretelin-Par­ti­sa­nen­führer Xanana Gus­mao als Staat­sober­haupt repräsen­tiert wird.
Diese diame­trale Kehrtwende, gipfel­nd in der Tat­sache, dass Aus­tralien — im Auf­trag der Völk­erge­mein­schaft — die Bevölkerung gegen indone­sis­che Ein­heit­en schützen sollte, hat zu ein­er Ver­schlechterung der Beziehun­gen zwis­chen Indone­siens islamis­ch­er Bevölkerung und seinem aus­tralis­chen Nach­barn geführt.
Die auch in Indone­sien zunehmend fun­da­men­tal­is­tis­cheren Koran­schulen schüren die Idee eines kämpferischen, unver­söhn­lichen Islams auch in dem einst von mod­er­at­en Moslems gebilde­ten Insel­re­ich.

Dies schürt Äng­ste im ger­ade “befre­it­en Ost-Tim­or”, das seit Sep­tem­ber 2002 als 191. Staat der UN ange­hört.

Was — wenn sich die Gun­st des Schick­sals wieder dem islamis­chen Nach­barn zuwen­den sollte?
Ost-Tim­or ist noch auf Jahrzehnte hin nicht in der Lage, sich einem über­mächti­gen indone­sis­chen Nach­barn zu erwehren und mehr als den (bish­er schon zutief­st aus­gekosteten) Gueril­la-Wider­stand zu leis­ten.
Hier kön­nte eine dauer­hafte und enge Bindung an eine möglichst starke Macht (die vielle­icht auch noch Geld mit­bringt) erhe­blich zur eige­nen Sicher­heit beitra­gen.
Ost-Tim­or, erst kür­zlich in die Unab­hängigkeit ent­lassen, kön­nte ein bedeu­ten­der US-Stützpunkt wer­den. Immer offen­er wer­den Pläne disku­tiert, in Ost-Tim­or einen riesi­gen U‑Boot-Stützpunkt einzuricht­en.
Ost-Tim­o­rs Nord­küste liegt an einem tiefen Ozeankanal, den auch Wale bei ihren Wan­derzü­gen als Wasser­straße benutzen und der U‑Booten die Fahrt in alle Him­mel­srich­tun­gen ermöglicht. Ost-Tim­or würde neben Diego Gar­cia, auf dem B‑52-Lang­steck­en­bomber sta­tion­iert sind, die zweite wichtige US-Basis im Süd­paz­i­fik.

*) Peter Scholl-Latour “Kampf dem Ter­ror — Kampf dem Islam”
Chronik eines unbe­gren­zten Krieges, 2. Auflage, 2003 S. 27 — 31

Weit­er­führende externe Links:
Analyse des Unab­hängigkeit­skrieges durch die Uni Ham­burg
Indone­sien (Ost-Tim­or) — (www.sozialwiss.uni-hamburg.de)

Willkom­men Ost-Tim­or — Gastkom­men­tar von Kofi Annan, Gen­er­alsekretär der UN
in der Frank­furter All­ge­meinen Zeitung, 15. Mai 2002:
www.uno.de

Ost-Tim­or: Ein Anfang mit Schreck­en — (www.uni-kassel.de)

Amerikanis­ch­er Hal­bkreis um Chi­na — Stützpunk­te der USA in SO-Asien:
Ein US-Guck­posten in Ost-Tim­or — (www.webarchiv-server.de)