Arabische Liga — Komoren

 

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Comoros Komoren

 

Die wichtig­sten Infor­ma­tio­nen im Überblick:

Regierungs­form (Gov­ern­ment Type): Bun­desre­pub­lik (Fed­er­al Repub­lic)

Karte komoren Comoros

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Haupt­stadt (Cap­i­tal): Moroni
Ein­wohn­er (Pop­u­la­tion): 600.000
Fläche (qkm) (Area (sq.km): 1.862
Wehre­tat (Defence Bud­get): 53 Mio. US-$ (1997)
BSP/Einwohner (GNP/Capita): 450 US-$
Dat­en außer Wehre­tat dem Fis­ch­er Weltal­manach 2005 ent­nom­men

 

Die Insel­gruppe der Komoren liegt im west­lichen indis­chen Ozean zwis­chen der Nord­spitze von Mada­gaskar und der Ostküste Afrikas. Drei der ins­ge­samt vier Inseln vulka­nis­chen Ursprungs bilden seit 1975 eine unab­hängige Repub­lik, die inzwis­chen (1993) Mit­glied der ara­bis­chen Liga wurde.
Die Lan­des­beze­ich­nung leit­et sich vom ara­bis­chen “Kamar” (Mondin­sel) ab — und ara­bisch ist — neben dem franzö­sisch der ehe­ma­li­gen Kolo­nial­macht — die Amtssprache der Insel, die bere­its um das Jahr 800 von Arabern ent­deckt und spätestens im 16. Jahrhun­dert besiedelt wurde. Auf der größten Insel hat­ten Araber sog­ar ein eigenes Sul­tanat errichtet.
Hauptverkehrssprache ist aber Nation­al­sprache Shiko­morisch (ein sua­he­lis­ch­er Dialekt), was auf enge Beziehun­gen zum nahen Ostafri­ka ver­weist.
Tat­säch­lich waren die Komoren über Jahrhun­derte in das ara­bis­che Han­del­snetz des indis­chen Ozeans einge­bun­den, das vor allem von Soma­lis­chen Dhaus betrieben wurde. San­si­bar — eine vor der Küste Ostafrikas gele­ge­nen Insel — war ara­bis­ch­er Han­dels- und Regierungssitz.

Nach wech­selvoller Kolo­nialgeschichte (seit 1841 franzö­sisch) wurde 1975 die Unab­hängigkeit von Frankre­ich erre­icht. Seit 1982 sind die Komoren offiziell eine Islamis­che Bun­desre­pub­lik. Seit 1990 wer­den die Komoren von Mil­itärs regiert.

Sep­a­ratismus auf den Inseln — Nieder­lage für US-Trup­pen?
Die Ein­heit des Lan­des war allerd­ings nicht von langer Dauer.

  • Im August 1997 verkün­dete die Insel Insel Nzwani (franzö­sisch Anjouan) die Unab­hängigkeit.

  • Eine Woche später fol­gte die Insel Mwali (Mohe­li) vor der Ostküste Afrikas dem Beispiel. Auf dieser sollen im Novem­ber 2001 etwa 100 Bewaffnete gelandet sein. Sie hät­ten erk­lärten, sie seien “die Armee der USA” und sucht­en nach aus­ländis­chen Ter­ror­is­ten. 30 Regierungssol­dat­en sollen dann die Inva­soren zurück­geschla­gen haben. Es habe fünf Tote gegeben.

  • Die Regierungs­ge­walt der Komoren Regierung unter Präsi­dent Abdulka­rim erstreckt sich nun nur noch auf die Insel Njazud­ja (Grande Comore — die mit etwas über 1.100 qkm etwa die Hälfte der gesamten Land­fläche des Staates hat).

  • Die nach ein­er Volksab­stim­mung immer noch unter franzö­sis­ch­er Ver­wal­tung ste­hende, südöstlich gele­gene Mahore (May­otte) wird von der Islamis­chen Bun­desre­pub­lik der Komoren beansprucht.

Die Regierungstrup­pen haben eine Größe von 800 bewaffneten Sol­dat­en.
Über die Stärke der Sep­a­ratis­ten liegen keine Angaben vor.

Frankre­ich hat auch immer noch erhe­blichen Ein­fluß in der Region. So gibt es starke Bestre­bun­gen in der Bevölkerung, die (sich­er auch auf­grund der des­o­lat­en Wirtschaft­slage — die Komoren sind ein­er der ärm­sten Staat­en der Welt) dem von zahlre­ichen Putschen und Putschver­suchen erschüt­terten Land einen Wieder­an­schluss an Frankre­ich wün­schen.

Externe Links:
Komoren — (www.welt-in-zahlen.de)
www.auswaertiges-amt.de