Sudan-Afrika: Liberia

Flagge Liberia

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Die wichtig­sten Infor­ma­tio­nen im Überblick:

Regierungs­form (Gov­ern­ment Type): Prä­sidi­al­re­pub­lik (Pres­i­den­tial Repub­lic)

Karte liberia Map

Haupt­stadt (Cap­i­tal): Mon­rovia
Ein­wohn­er (Pop­u­la­tion): 3,449 Mio.
Fläche (qkm) (Area sq.km): 97.754
Wehre­tat (Defence Bud­get): 15 Mio. US-$ (2002)
BSP/Einwohner (GNP/Capita): 110 US-$

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Dat­en außer Wehre­tat dem Fis­ch­er Weltal­manach 2005 ent­nom­men

Liberia
111 369 km², knapp 3 Mio. Einw., Haupt­stadt Mon­rovia

Liberia im Osten Afrikas ist ein merk­würdi­ger Staat: der Name „Liberia“ erin­nert an ein trübes Kapi­tel der Men­schheits­geschichte:

Afrikanis­che Sklaven, vor allem aus dem Osten des Kon­ti­nents, waren einst vor allem nach Ameri­ka verkauft wor­den, und ein Teil der Nachkom­men dieser Men­schen — inzwis­chen von christlich-protes­tantis­chen Gedankengut Nor­damerikas geprägt – sollte in Liberia „back to the roots“ wieder zur eige­nen Frei­heit find­en. Amerikanis­che Sozial­ro­man­tik­ern propagierten zu Beginn des 19. Jh. die Rück­führung schwarz­er Sklaven in die Heimat.
Das Staats­ge­bi­et, das unge­fähr ein Drit­tel so groß ist wie Deutsch­land, wurde den Briten 1822 von der Amer­i­can Col­o­niza­tion Soci­ety abgekauft, um dort freigekommene afrikanis­che US-Sklaven anzusiedeln
Daraufhin ent­standen gegen den Wider­stand der Einge­bore­nen erste Sied­lun­gen von Rück­kehrern an der „Pfef­fer­küste“, ein­er steil ansteigen­den Küsten­land­schaft und vor kaum erschlosse­nen, mit dicht­en Tropen­wäldern bewach­senden Gebir­gen. 
Diese Sied­lun­gen schlossen sich 1847 zum Staat Liberia zusam­men, und noch im sel­ben Jahrhun­dert wurde mit dem Cut­ting­ton Uni­ver­si­ty Col­lege eine der ältesten und pro­fil­iertesten west­afrikanis­chen Uni­ver­sitäten außer­halb des ara­bis­chen Sprachraumes gegrün­det.
Dieser Ursprung Liberias spiegelt sich in der Flagge des Lan­des – das mit seinen roten Streifen und dem weißem Stern auf blauem Grund an die USA erin­nert – und im Staatswap­pen wieder.

Extern­er Link:
Erk­lärung des Staatswap­pens Liberias — (www.christian-siemer.de)

Regierungspartei war von 1878 für mehr als hun­dert Jahre die protes­tantisch-freimau­rerisch geprägte True Whig Par­ty der afro-amerikanis­chen Liberi­an­er, die mit nur drei Prozent Bevölkerungsan­teil die Geschicke der Prä­sidi­al­re­pub­lik bes­timmten. Zwis­chen den Rück­kehrern, den Amerikoafrikan­ern, die bis heute die Ober­schicht bilden, und den Ure­in­wohn­ern – die von den Rück­kehrern ver­drängt wur­den und seit Jahrhun­derten ein­er kul­turellen Bee­in­flus­sung durch den berberisch und später ara­bisch-islamis­chen Nor­den des Kon­ti­nents unter­liegen — kam es immer wieder zu Kon­flik­ten, die durch die amerikanis­che Schutz­macht eingedämmt wur­den Die USA finanzierten auch den Staat­shaushalt weit­ge­hend. Der US-Dol­lar ist denn auch „die Währung“ des Staates.

Liberia kon­nte bis zum Beginn der Bürg­erkriegs­jahre vor allem auch durch den Abbau von Eisen­erz in den Nim­baber­gen an der Gren­ze zu Guinea Devisen erwirtschaften. Thyssen, Krupp und Hoesch hat­ten hier mit Investi­tio­nen von 500 Mio. $ ertra­gre­iche Minen geschaf­fen. Der Bürg­erkrieg und die Ter­rorherrschaft divers­er Kriegsh­er­ren hat diese blühende Wirtschaft allerd­ings ver­nichtet.