Bantu-Afrika: Tansania (Tanzania)

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Die wichtig­sten Infor­ma­tio­nen im Überblick:

Regierungs­form (Gov­ern­ment Type):

Prä­sidi­al­re­pub­lik (Pres­i­den­tial Repub­lic)

Karte Tansania Map Tanzania

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Haupt­stadt (Cap­i­tal): Dodoma
Regierungssitz: Dar es Salaam  (Dares­salam)
Ein­wohn­er (Pop­u­la­tion): 36,571 Mio.
Fläche (qkm) (Area (sq.km): 945.087
Wehre­tat (Defence Bud­get): 131 Mio. US-$ (2003)
BSP/Einwohner (GNP/Capita): 330 US-$
Dat­en außer Wehre­tat dem Fis­ch­er Weltal­manach 2005 ent­nom­men

Es ist ein buntes Kalei­d­sokop von Bildern, die beim­Wort “Tansa­nia” durch den Kopf schießen. Wer erin­nert sich nicht an den Frank­furt Zood­i­rek­tor Grz­imek, der mit seinen beein­druck­enden Bildern aus der Serengeti und dem Ngoron­goro-Krater die Sehn­such nach ein­er Safari durch die ostafrikanis­chen Step­pen geweckt hat?

Die Vere­inigte Repub­lik Tansa­nia (Unit­ed Repub­lic of Tan­za­nia) liegt im Osten Afrikas, zwis­chen dem zen­tralafrikanis­chen Graben­bruch, der den Kon­ti­nent in Nord- Süd-Rich­tung teilt und dem indis­chen Ozean. Im Nor­den Tansa­nias liegt die Serengeti (Masai-Sprache = „weites Are­al” , „große Ebene”), ein­er der berühmtesten­Na­tion­al­parks Afrikas.

Die Bevölkerung beste­ht auf dem Fes­t­land zu 95 Prozent aus Afrikan­ern, in etwa 130 Grup­pen und Unter­grup­pen auf, wobei über 90 % ein­erder vie­len­Ban­tu-Sprach­grup­pen ange­hören. Außer­dem leben in Tansa­nia Araber, Pak­istan­er, Inder (ca. 20.000) und Europäer.

Das Kisuae­he­li — die Sprache der Suae­he­li oder Swahili — hat sich über Tansa­nia hin­aus von Sam­bia bis Mosam­bik und vom Kon­go bis zu den Komoren als Verkehrs- und Han­delssprache durchge­set­zt. Swahili (auch: Kiswahili, (Ki-)Suaheli) ist eine in Ostafri­ka weit ver­bre­it­ete Ban­tu-Sprache. Die Vor­silbe “Ki” bedeutet Sprache (vgl. KiKon­go am Unter­lauf des Kon­go oder isiZu­lu für die Sprache der Zulu). Swahili ist die Mut­ter­sprache der Swahili, die den cir­ca 1500km lan­gen Küsten­streifen von Süd-Soma­lia bis in den Nor­den von Mosam­bik bewohnen und ent­lang der Küsten inten­siv Han­del treiben. Kusua­he­li ist auf­grund der starken Ver­bre­itung als Han­delssprache auch zur Amtssprache in Tansa­nia gewor­den, wo es durch den Nationalen Sua­he­li­rat gepflegt und gefördert wird und dient seit Juli 2004 als Arbeitssprache der Afrikanis­chen Union. Es gibt rund 5 Mil­lio­nen Mut­ter­sprach­ler und 80–90 Mil­lio­nen Men­schen, die Swahili als Zweitssprache beherrschen.

In den höher gele­ge­nen Step­penge­bi­eten im Hin­ter­land dominieren noma­disierende Rinder­hirten, die WaTut­si oder Tut­si, die nicht der BAN­TU-Sprach­fam­i­lie ange­hören.

Geschichte:
Zumin­d­est seit dem 3. Jhdt.unserer Zeitrech­nung haben chi­ne­sis­che (Münz­funde), ara­bis­che und wohl auch indis­che und malayis­che Händler mit den Mon­sun­winden die Ostküste Afrikas bereist. Es gibt sog­ar Stim­men, die eine weit ältere Verbindung — bis in die Antike — zum Mit­telmeer­raum behaupten. Sich­er ist jeden­falls, dass bere­its römis­che Händler über Ägypten und das Rote Meer bis nach Indi­en gelangt sind (Thomas-Chris­ten) und es wäre ver­wun­der­lich, wenn Reisende nicht auch der Küste des afrikanis­chen Kon­tents fol­gend nach Süden gelangt wären.

Sicht­bar­er Rest dieser über Jahrhun­derte hin beste­hen­den Han­dels­beziehun­gen sind nicht nur die zahlre­ichen, auch alten Moscheen ent­lang der Han­del­swege son­dern das vom Sul­tanat Oman aus bis in 19. Jahrhun­dert beherrschte San­si­bar. Auch die seit dem 16. Jahrhun­dert vor der Küste kreuzen­den Por­tugiesen kon­nten die engen Kon­tak­te zu den ara­bis­chen Län­dern, die bis zum 16. Jahrhun­dert zur Bil­dung ein­er afrikanisch-ara­bis­chen Mis­chkul­tur (Swahili) im Küsten­bere­ich führten,nicht unter­brechen. Die Swahili beze­ich­neten sich selb­st bis in das 19. Jahrhun­dert hinein als Araber oder Omani. Sie nutzten — belegt seit dem 1. Jahrtausend — Dhaus, die ara­bis­chen Segel­boote, um Han­del ent­lang der Küsten von Indi­en über Südara­bi­en und Soma­lia bis nach Mosam­bik zu treiben.

Erst mit dem Ein­marsch deutsch­er Kolo­nial­trup­pen (Deutsch-Ostafri­ka) im Jahre 1891 wurde die (nach dem Zusam­men­bruch des por­tugiesis­chen Kolo­nial­re­ichs erneuerte) poli­tis­che Dom­i­nanz der Araber gebrochen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Fes­t­land unter dem Namen Tan­gan­ji­ka (Kisua­he­li: “Land hin­ter Tan­ga”, ein­er Hafen­stadt im Norden)britisches Man­dats­ge­beit und im Dezem­ber 1961, gefol­gt von San­si­bar (Dezem­ber 1963)unabhängig. Erst 1964 ent­stand aus der Vere­ini­gung von Tan­gan­ji­ka (Tan) und dem Sul­tanat San­si­bar (San) der neue Staat, die Vere­inigte Repub­lik Tansa­nia (Unit­ed Repub­lic of Tan­za­nia).