Bantu-Afrika: Mosambik (Mozambique)


Flagge Mosambik

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Die wichtigsten Informationen im Überblick:

Regierungsform (Government Type): Präsidialrepublik (Presidential Republic)

Karte Mosambik Map Mozambique

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Hauptstadt (Capital): Maputo
Einwohner (Population): 19,424 Mio.
Fläche (qkm) (Area (sq.km): 799.380
Wehretat (Defence Budget): 86 Mio. US-$ (2002)
BSP/Einwohner (GNP/Capita): 270 US-$
Daten außer Wehretat dem Fischer Weltalmanach 2007 entnommen


BIP-Wachstum: 2005: 8,4%; 2006: 8,0 %; 2007 – 2010: ca. 7,0 % (Prognose)BIP pro Kopf: 2005: 336 $; 2006: 338 $; 2007: 369 $; 2008: 400 $ (Prognose)Inflationsrate: 2006: 13,2 %; 2007: 7,9 %; 2008: unter 6 % sinkend (Prognose)Bis zur portugiesischen Kolonisation haben arabische Länder den Handel im indischen Ozean beherrscht und sind dabei zumindest bis nach Mosambik vorgedrungen. 1489 landete Vasco da Gama als erster Europäer in Mosambik. Auf der Insel von Mosambik (Ilha de Mozambique) traf er mit dem Scheich Moussa Ben Mbiki zusammen, von dem sich der Name Mosambik ableitet.

Rund 20 Mio. Menschen leben in dem Land zwischen Tansania und Südafrika am indischen Ozean, das etwa die 2 1/2fache Größe Deutschlands hat. Die Bewohner sprechen 20 verschiedene Sprachen und Dialekte, von denen 98 % der Bantu-Sprachfamilie angehören. Die Mehrheit der Bevölkerung ist immer noch auf dem Land beheimatet, aber immer mehr ziehen in die Millionstadt Maputo, die Hauptstadt im Süden der Republik kurz vor der Grenze zu Südafrika. Rund 10 % der Bevölkerung leben bereits im Großraum der Haupstadt.

Mit dem Unabhängigkeistkampf der FRELIMO (seit 1964) und dem 1976 begonnen Bürgerkrieg mit der von Südafrika und Rhodesien unterstützten RENAMO wurde die gesamte Wirtschaft des Landes zerstört. 1994 konnte eine politische Einigung erzielt werden, wonach sich die beiden Bürgerkriegsakteure als politische Parteien einem demokratischen Wettkampf stellen sollten. Die ersten demokratischen Wahlen wurden unter der Aufsicht von ONUMOZ im Oktober 1994 gehalten. Aus ihr ging die Festigung der alten Regierung hervor und RENAMO akzeptierte, nachdem Druck von Anrainer Staaten ausgeübt wurde, die Sitze im Parlament, womit sie die Opposition formte.

Das Land – eine ehemalige, 1975 unabhängig gewordene portugiesische Kolonie – war nach dem 16jährigen Bürgerkrieg ausgeblutet und mit Millionen von Minen verseucht. Auch das ist ein Grund für die zunehmende Landflucht der Bauern – aber auch die harte Konkurrenz südafrikanischer Plantagen, der die traditionelle Landwirtschaft in Mosambik nicht gewachsen ist. Einen Aufschwung bringen weiße Farmer aus dem westlich angrenzenden Zimbabwe, die aufgrund der restriktiven Politik in Zimbabwe keine Zukunft mehr sehen und mit ihrem Know-how und der Untersützung der Regierung Mosambiks nun einen Neuanfang in Mosambik versuchen.

Trotz der schlechten Ausgangslage erreichte Mosambik in den letzten Jahren wirtschaftliche Wachstumsraten, die einen Vergleich mit China nicht zu scheuen brauchen. Ein großer Teil der Wachstumsraten ist allerdings wenigen industriellen Großprojekten geschuldet. Nach offiziellen Statistiken gibt es erst rund 25.000 private Unternehmen, die durchschnittlich nur etwas über 10 Beschäftigte haben. 300.000 Beschäftigte mit einem zu versteuernden Einkommen bei knapp 20 Mio. Einwohnern – das sind nur etwas übe 1 % der Mocambiquaner, die über ein regelmäßiges Einkommen aus einer geregelten Arbeitstätigkeit verfügen.