Bantu-Afrika — Kenia


Flagge Kenia

    Botschafts­bombe
  • 1998 August — Bombe explodiert bei der US-Botschaft in Nairo­bi, 224 Men­schen wer­den getötet und tausende wer­den ver­let­zt.

  • 1999 — Moi ernen­nt Richard Leakey zum Leit­er des Feldzuges der Regierung gegen Kor­rup­tion.

  • 2001 April — Leakey erscheint vor Gericht um sich wegen Macht­miss­brauchs und Rechtsver­drehung zu ver­ant­worten.

  • 2001 Juni — Par­la­ment erlässt Gesetz, dass die Ein­fuhr und Her­stel­lung von bil­li­gen Kopi­en von Medika­menten gegen Aids erlaubt.

  • 2001 — Eth­nis­che Span­nun­gen enden in eini­gen gewalt­täti­gen Zusam­men­stößen. Im Dezem­ber fliehen Tausende und etliche Men­schen ster­ben bei Kämpfen zwis­chen nubis­chen und Gemein­den im Kib­era Slum Bezirk Nairo­bis.

  • 2002 Juli — Einige Hun­dert Maa­sai und Sam­bu­ru Stamme­sange­hörige akzep­tieren mehr als 7 Mil­lio­nen Dol­lar als Wiedergut­machung von dem britis­chen Vertei­di­gungsmin­is­teri­um. Die Stamme­sange­höri­gen wur­den durch auf ihrem Land von der britis­chen Armee zurück­ge­lasse­nen Minen ver­stüm­melt oder ihres Lan­des beraubt.

  • 2002 Novem­ber — 10 Keni­an­er und drei Israelis wer­den getötet als ein israelis­ches Hotel in der Nähe von Mom­basa durch eine Auto­bombe in die Luft gesprengt wird. Ein zur sel­ben Zeit stat­tfind­en­der Rake­te­nan­griff auf ein israelis­ches Flugzeug schlägt fehl. Ein­er Stel­lung­nahme zur Folge behauptet al-Qae­da für den Anschlag ver­ant­wortlich zu sein.

    Kiba­ki Sieg

  • 2002 Dezem­ber — Der Präsi­dentschaft­skan­di­dat der Oppo­si­tion Mwai Kiba­ki gewin­nt in einem Erdrutschsieg gegen den Kanu-Kon­tra­hen­ten Uhu­ru Keny­at­ta; das Ende der Daniel arap Moi’s 24jährigen Herrschaft und der vier Jahrzehnte andauern­den Herrschaft der Kanu.

  • 2003 Jan­u­ar — Regierungsvor­lage schlägt ien Kom­mis­sion zur Bekämp­fung von Kor­rup­tion vor.

  • 2003 Novem­ber — Inter­na­tionaler Währungs­fonds (IMF) gewährt nach drei­jähriger Pause auf Grund Anti-Kor­rup­tion­s­maß­nah­men wieder Kred­ite.

  • 2003 Dezem­ber — Regierung gewährt dem ehe­ma­li­gen Präsi­den­ten Daniel arap Moi Immu­nität vor strafrechtlich­er Ver­fol­gung wegen Kor­rup­tionsvor­wür­fen.

  • 2004 März-Juli — Der langer­wartete Entwurf der neuen Ver­fas­sung ist fer­tig. Das Doku­ment braucht die Zus­tim­mung des Par­la­ments, gren­zt die Macht des Präsi­den­ten ein und schlägt die Schaf­fung des Postens eines Pre­mier­min­is­ters vor. Die Frist für die Inkraft­set­zung ver­stre­icht.

  • 2004 Juli-August — Nahrungskrise verur­sacht durch Getrei­deaus­fälle und Dürre wer­den von Präsi­dent Kiba­ki als “Nationale Katas­tro­phe” betitelt.UN startet Hil­f­spro­gramm für die gefährde­ten Keni­an­er in den ländlichen Gebi­eten

  • 2004 Okto­ber — Der keni­an­is­che Ökologe Wan­gari Maathai gewin­nt den Friedens-Nobel-Preis.

    Heftige Kon­tro­verse über die Gefäng­niszustände ent­facht auf­grund der Medi­en­berichter­stat­tung über Todes­fälle unter den Inhaftierten des Meru Gefäng­niss­es im Osten.

  • 2005 Jan­u­ar — Kämpfe über Land- und Wasser­rechte verur­sachen mehr als 40 Tote.

  • 2005 Feb­ru­ar — Kor­rup­tion rückt wieder in den Mit­telpunkt als der Schaden auf­grund Bestechun­gen unter Kiba­ki für Kenia auf eine Mil­liarde Dol­lar geschätzt wird. Der lei­t­ende Ermit­tler gegen Bestechung John Githon­go tritt zurück. Inter­na­tionale Spender äußern Besorg­nis.

  • 2005 Juli — Angreifer töten 76 Dorf­be­wohn­er viele von ihnen sind Frauen und Kinder im Nord-Osten. Ein rival­isieren­der Clan wird für das Mas­sak­er ver­ant­wortlich gemacht.

    Ver­fas­sung abgelehnt

  • 2005 Novem­ber-Dezem­ber — Wäh­ler lehnen die neue vorgeschla­gene Ver­fas­sung ab, was als Protest gegen den Präsi­den­ten Kiba­ki ange­se­hen wird. Der Präsi­dent erset­zt sein Kabi­nett, wobei einige Nominierte ihre Ernen­nung ablehnen.

  • 2006 Jan­u­ar — Regierung teilt mit, dass wegen der Dürre im Nor­den vier Mil­lio­nen Men­schen Nahrungsmit­tel­hil­fe benöti­gen, was vom Präsi­den­ten als „Nationale Katas­tro­phe“ beze­ich­net wird.

    Als ein Gebäude in Nairo­bi zusam­men­stürzt ster­ben min­destens 14 Men­schen und mehr als 100 wer­den ver­let­zt.

  • 2006 Jan­u­ar-Feb­ru­ar — Regierungsmin­is­ter wer­den mit einem Kor­rup­tion­sskan­dal in Verbindung gebracht, wo Verträge mit ein­er Sche­in­fir­ma abgeschlossen wur­den. Ein­er von ihnen ist der Finanzmin­is­ter David Mwiraria, er tritt zurück und beteuert, dass alle Beschuldigun­gen ihm gegenüber falsch seien.

  • 2006 März — Auf Befehl der Regierung stürmt bewaffnete Polizei die Büros und Presse der Stan­dard Group, eines von Kenias führen­den Medi­enun­ternehmen.

  • 2006 April — Drei Tage Staat­strauer wird verord­net als ein Flugzeug mit ver­schiede­nen promi­nen­ten Poli­tik­ern im Nor­den abstürzt.

  • 2006 April — Während des Besuch­es des chi­ne­sis­chen Präsi­den­ten Hu Jin­tao wird ein Vertag unterze­ich­net, der es Chi­na erlaubt vor der Küste Kenias nach Öl zu bohren. Die Afri­ka Tour ist auf die Befriedi­gung des chi­ne­sis­chen Hungers nach Energie und Rohstof­fen fokussiert.

  • 2006 Okto­ber — UN teilt mit, dass auf­grund Dürre, islamistis­ch­er Herrschaft und sich abze­ich­nen­den Kon­flik­ten 35.000 Soma­lier seit 2006 nach Kenia geflo­hen sind und seit­dem in Zelt­lagern leben.

  • 2006 Novem­ber — Dezem­ber — Regionale Über­flu­tun­gen machen Tausende obdach­los. Einige hun­dert­tausend soma­lis­che Flüchtlinge wer­den von den Fluten im Nord-Osten abgeschnit­ten und müssen durch die Luft ver­sorgt wer­den.

  • 2007 Mai ‑Ein Flugzeug der Kenya Air­ways mit 114 Men­schen an Bord stürzt in Kamerun ab.

  • 2007 Dezem­ber — Präsi­dentschafts- und Par­la­mentswahlen. Präsi­dent Kiba­ki verkün­det Sieg und seine zweite Amt­szeit, was zu ein­er Welle von Unruhen führt. Die Oppo­si­tion sagt die Wahlen wur­den manip­uliert.

  • 2008 Jan­u­ar — Ein Mob bren­nt eine Kirche auf­grund wahlbe­d­ingter Gewalt nieder; es ster­ben über 30 Men­schen.

    Südafrikas Erzbischof Desmond Tutu ver­sucht in der Krise zu ver­mit­teln, in der laut der UN 250.000 Men­schen ver­trieben wur­den.

  • Mitte des Monats teilen die Agen­turen mit, dass die Todeszahl während der Unruhen auf 612 gestiegen ist.

  • Jan­u­ar 16. — Die oppo­si­tionelle Orange Demo­c­ra­t­ic Move­ment startet eine dre­itägige Massenkundge­bung gegen den Aus­gang der Wahlen. Fünf ster­ben bei Zusam­men­stößen am zweit­en Tag.