ELROB 2010 – GECKO und MACE 2 – UGVs


Gecko – RoboScout System – Unbemanntes Landfahrzeug

Das Landrobotersystem RoboScout besteht aus einer mobilen Operationszentrale und zwei unbemannten Landfahrzeugen (UGV) auch Gecko genannt.
Der Gecko kann über verschiedene Kommunikationswege ferngesteuert werden. Es besteht die Möglichkeit ihn über einen Satelliten mittels Satellitenkommunikation oder über terrestrischen Funk aus einem Flugzeug als Relaisstation zur Reichweitensteigerung aus der Operationszentrale heraus zu steuern. Die Operationszentrale kann mit ihrer feststehenden, terrestrischen Antenne den Gecko im Nahbereich steuern. Auf kürzeste Distanz ist es sogar den Soldaten im Einsatz möglich, den Gecko mittels mitgeführten Computers über eine WLAN-Verbindung zu steuern.

Operationelle Missionsmöglichkeiten
Mit dem System RoboScout können folgende operationellen Missionmöglichkeiten unterstützt bzw. durchgeführt werden:

  • Patrouillenfahrten
  • Begleitschutz
  • Objektschutz
  • Vorgeschobener Beobachter
  • Spähtrupp
  • Köder für feindliche Kräfte
  • Aufklärungs- und Beobachtungsfahrten
  • Eskorten
  • Feuerunterstützung bei Einsätzen
  • Konvoi-Fahrten
  • Logistische Unterstützung, Transportfahrten
  • Grenzpatrouillen

Mehr Informationen zu dem Gecko finden Sie in diesem Bereich:
Waffensysteme->Landsysteme->Deutschland – Gecko – Unbemanntes Landfahrzeug/Unmanned Ground Vehicle (UGV)

MACE 2 – Autonomes Unbemanntes Landfahrzeug (UGV)

MIRA’s MACE 2 UGV ist ein autonomes unbemanntes Landfahrzeug.
Diese vielseitig einsatzbare Plattform kann in verschieden Bereichen wie

  • Ladungstransport
  • Konvoifahrten
  • IED (Improvised Explosive Device)- Erkennung
  • Medizinische Unterstützung
  • Feuerunterstützung
  • Patrouillenfahrten
  • Aufklärung
  • Überwachung

verwendet werden.

ELROB 2010 MACE 2
MACE 2
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Der MACE 2 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 mph (128 km/h) kann leicht mit bemannten Fahrzeugen mithalten und mit seiner Ladekapazität von einer Tonne ist er ideal für den Konvoibetrieb. Ein weiterer Einsatzbereich ist der Bereich der Aufklärung und Überwachung. Aus diesem Grund kann je nach Einsatzanforderungen das Fahrzeug mit verschiedenen Sensoren wie Laser und Ultraschall, sowie einer Waffenstation und einem IED-Erkennungssystem ausgestattet werden.

Das Fahrzeug verfügt über einen Vier-Rad-Antrieb und der Dieselmotor sorgt für eine bis zu acht-stündige Betriebsdauer. Der MACE 2 kann von einer Person bis zu einer Entfernung von 5 km anhand einer Fernbedienung/Lenkrad über einen Monitor gesteuert werden. Der Fahrer behält über die installierte Panorama- und Schwenkkopfkamera die situationsbedingte Übersicht.

Aufgrund des autonomen Modus ist eine Person in der Lage mehrere Plattformen gleichzeitig zu bedienen. Der MACE 2 ist wegen seines Radars und binokulären Sehvermögens fähig seine Umgebung wahrzunehmen und eventuellen Hindernissen selbstständig auszuweichen, hierbei kommt sein Hindernisvermeidungs- und Routen-Wiederberechnungssystem zum Einsatz.

Der MACE 2 verfügt über zwei autonome Kontroll-Modi: Einem „Wegpunkt Modus“, wo Wegpunkte durch einen Satelliten oder einer Drohne gesetzt werden, die das Fahrezeug selbständig abfährt und einem „Kontrollzonen Modus“, der ideal für den Patrouillen- und dem IED-Erkennungsdienst geeignet ist.

Der Bereich der IED-Erkennung ist ein Hauptaufgabenbereich in den jüngsten militärischen Einsätzen geworden und in Partnerschaft mit Roke Manor Research Ltd. (einer Siemens Firma) hat MIRA Ltd. ein IED-Erkennungssystem entwickelt, das die Vorteile des Langstrecken-Bodenradars (GPR) mit einem höchstpräzisen Kurzstreckenerkennungssystem kombiniert.

Im Falle einer IED-Erkennung oder anderer Bedrohungen übermittelt der MACE 2 die gewonnenen Informationen mittels einer verschlüsselten Hochgeschwindigkeitsdatenverbindung an die Basis.

Für Videomaterial über den MACE 2 folgen Sie bitte dem Link:
Defence News->Sonderausgabe->M-ELROB-> ELROB 2010 – Filmgallerie

Für Bildmaterial über den MACE 2 folgen Sie bitte dem Link:
Defence News->Sonderausgabe->M-ELROB-> ELROB 2010 – Bildergallerie

Spezifikationen

Grunddaten
Höhe (Min/Max): 128 cm /160 cm
Breite: 178 cm
Länge: 277 cm
Gewicht: 1300 kg
Wendekreis: 250 cm
Bodenfreiheit: 26 cm
Mobilität
Steigfähigkeit: bis 90 °, 45 cm Stufe
Rad- oder Raupenantrieb: Radantrieb (4 x 4)
Antrieb: Diesel
Durchhaltefähigkeit: 8 h
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Tragfähigkeit: 1000 kg
Lenkung: Lenkrad/autonom
Fahrzeugkontrolle: Fernbedienung, bei Sichtverbindung und ohne Sichtverbindung
Treppen: Ja
Kommunikationsausstattung
Typ: Digitale Videoverbindung / Digitale Punkt zu Punkt Kontrolle
Bandbreite: L-Band und UHF
Kanäle: 8
Sensoren
Laser: 3 x Sick Lidar
Vision: OPS Optical Position System
GPS: Omnistar
Andere Sensoren: Ultraschall, Trägheit
 
Quelle: MIRA Ltd.