USA – Zum 1. Juni stellt die US Navy ein neues Kommando auf


Die „Coastal Riverine Force“ entsteht durch einen Zusammenschluss der dem Navy Expeditionary Combat Command (NECC) unterstellten Riverine Group 1 (mit ihren drei seit 2006 aufgestellten Riverine Squadrons) und der Maritime Expeditionary Security Force (MESF, früher Naval Coastal Warfare Command).

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Riverine Command Boat (Foto: US Navy)

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Ihr Auftrag wird die Sicherung von Häfen und Hafenzufahrten („conduct high-level security near ports“) sowie der Schutz besonderer, in Küstennähe fahrender Schiffe sein. Daneben soll die neue Truppe im Rahmen von Maritime-/Theatre Security Operations bei Bedarf aber auch für offensive Kampfeinsätze oder zur Aufklärung herangezogen werden.

Für die „Coastal Riverine Force“ werden an der Atlantikküste (in Portsmouth, Virginia) und der Pazifikküste (in Imperial Beach, Kalifornien) Führungsdienststellen eingerichtet, denen – regional – jeweils mehrere aktive Geschwader unterstellt sind; ein Geschwader wird überdies in Bahrain am Persischen Golf stationiert. In Newport (Rhode Island) und Jacksonville (Florida) sind jeweils Reservegeschwader geplant.

Die „Coastal Riverine Force“ rekrutieren sich aus vorhandenen Einheiten, die schon seit einigen Jahren an den US-Küsten und auch im Persischen Golf operieren. Zum Bestand gehören damit schon mit dem Zeitpunkt der Aufstellung zahlreiche kleine Hafen- und Reedewachboote DEFENDER und SEA ARK, Flusskampfboote (River Patrol Craft) und schließlich auch neue Riverine Command Boats, eine Variante des schwedischen STRIDSBOT-90.

Im Rahmen eines schon vor Aufstellung des neuen Kommandos geplanten Beschaffungsvorhaben hat die Firma SAFE Boats vor einer Woche den Auftrag zum Bau von zunächst fünf neuen 85ft-Wachbooten Mark-VI erhalten, mit Option auf weitere sechs Boote. Insgesamt plant das NECC die Beschaffung von 48 solcher Boote, die in den kommenden Jahren nach und nach kleinere und ältere Boote Mark-IV und SEA ARK ergänzen bzw. ersetzen sollen.

Erste, überwiegend positive Kommentare sehen eine längst überfällige Strukturanpassung, in der diverse Einheiten mit teils unklaren Zuständigkeiten und Aufgabenüberschneidungen endlich zentral zusammengefasst und geführt werden. Natürlich melden sich auch Kritiker zu Wort. Sie verweisen auf die „Riverine Forces“ des US Marine Corps während des Vietnamkrieges und möchten diese (abseits der US Navy, die „innerhalb der Brandungszone nichts verloren habe“) am liebsten wieder belebt sehen. Andere sehen hier klare Zuständigkeiten und zentrale Aufgabe der US Coast Guard, der die US Navy zur Sicherung von Pfründen jetzt einmal mehr „ins Handwerk pfusche“.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

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