USA – Unterwasserdrohnen machten sich bei einer Übung selbständig


Gleich vier Unterwasserdrohnen der US Navy machten sich bei einer Übung selbständig und sind seitdem verschollen.

Insgesamt 13 Unterwasserdrohnen vom Typ REMUS Mk 18 Swordfish waren im Einsatz, als US-amerikanische (u.a. Explosive Ordnance Disposal Mobile Unit 1) und kanadische Streitkräfte sowie zivile Behörden am 6. Juni im Thimble Shoals Channel (Hampton Roads) bei Norfolk am Südausgang der Chesapeake Bay eine größere jährliche Terrorabwehrübung durchführten.

Marineforum - EOD-Team setzt eine Drohne Swordfish aus (Foto: US Navy)
EOD-Team setzt eine Drohne Swordfish aus
Bildquelle: US Navy

Die etwa 1,5m langen Drohnen (Eigenantrieb) sollten mit Seitensichtsonar und Kameras nach Unterwassersprengkörpern suchen und bei deren Neutralisierung helfen. Die üblicherweise von EOD-Teams (Kampfmittelbeseitigung) eingesetzten Drohnen (Stückkosten etwa 250.000 US-Dollar) senden dazu Bilder bzw. Sonardaten an eine Auswertestation auf einem Schiff oder an Land, haben bei Kontaktverlust aber keine Möglichkeit mehr, ihre eigene Position zu „melden“.

Vier der 13 Drohnen gingen nach unvermutetem Abbruch der Datenübermittlung so ihre „eigenen Wege“ und werden seitdem gesucht, wobei die Öffentlichkeit (vor allem Sportbootbesitzer) aufgerufen ist, sich an der Suche zu beteiligen und jeden Fund zu melden. Bezeichnenderweise sind auch Delphine mit in die Suche eingebunden – eigentlich waren die Swordfish gerade auch beschafft worden, um Delphine in der Minensuche abzulösen.

Der US Navy ist vor allem daran gelegen, die Ursache für den Kontaktverlust zu ihren Drohnen zu ermitteln. Man ist durchaus zuversichtlich, die vier verlorenen Swordfish wieder zu finden, auch wenn die derzeitige intensive Suche erst einmal nicht von Erfolg gekrönt sein sollte. Ein Beteiligter: „Diese Dinger tendieren dazu, irgendwann an die Oberfläche zu kommen und dann irgendwo an den Strand gespült zu werden.“ Bei den in der Region vorherrschenden starken Strömungen könnte „irgendwo“ allerdings durchaus etwas weiter entfernt sein.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

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