Update Piraterie — Stand 08. Juli 2012

Zwar hat es mehrere Mel­dun­gen zu „Piraten­sich­tun­gen“ gegeben, aber tat­säch­lich wurde in der abge­laufe­nen Woche kein einziger Über­fall ver­sucht. Noch immer hin­dert der Süd­west-Mon­sun mit Wind und See­gang die Pirat­en in den offe­nen Seege­bi­eten des Ara­bis­chen Meers und des Soma­li­abeck­ens an Angrif­f­en mit ihren kleinen Skiffs – und abge­se­hen von möglichen kurzzeit­i­gen Wet­ter­beruhi­gun­gen, wird dieser Zus­tand auch dur­chaus noch etwa zwei Monate andauern. Für ihre ver­brecherischen Zwecke geeignete Bedin­gun­gen find­en die soma­lis­chen Pirat­en derzeit nur ein eini­gen eng begren­zten Gebi­eten des nördlichen Golfs von Oman, im Inneren des Golfs von Aden und der Straße von Mosam­bik sowie unmit­tel­bar vor der soma­lis­chen Küste. Diese über­schaubaren Gebi­ete wer­den dicht patrouil­liert, oder aber von Han­delss­chif­f­en gemieden.

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GUEPRATTE bei WFP-Geleit (Foto: EU Nav­For)
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Das Foto (EU Nav­For) zeigt die franzö­sis­che Fre­gat­te GUEPRATTE beim Geleit eines im Auf­trag des UN World Food Pro­gramme nach Soma­lia fahren­den Frachters. Die Gis­cht am Bug des Frachters gibt auch einen guten Ein­druck von den derzeit­i­gen Wet­ter­ver­hält­nis­sen.

Bei den von „nervösen“ Han­delss­chiff­skapitä­nen gemelde­ten mut­maßlichen Pirat­en han­delte es sich offen­bar fast aus­nahm­s­los um örtliche Fis­ch­er oder kleine Fracht-Dhaus, die ungeachtet des Wet­ters ihrem Gewerbe nachge­hen. Möglicher­weise war auch der eine oder andere Schmug­gler darunter.

Sieben am 29. Juni bei der Befreiung ein­er oman­is­chen Dhau festgenommene und seit­dem an Bord der nieder­ländis­chen Fre­gat­te EVERTSEN fest gehal­tene soma­lis­che Pirat­en wur­den am 3. Juli den Behör­den des Oman zur Strafver­fol­gung übergeben.

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