Spanien – Spanien muss Staatsausgaben gehörig einschränken


Seit geraumer Zeit ist klar, dass Spanien seine Staatsausgaben gehörig einschränken muss.

Am 9. Mai kündigte die Regierung denn auch schon für die kommenden Monate substantielle Kürzungen auch für den Verteidigungsetat an, und natürlich bleibt auch die Marine von Einsparungen nicht verschont. Prominentestes Opfer ist der Flugzeugträger PRINCIPE DE ASTURIAS, dessen geplante Modernisierung am 11. Mai auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Schon am 3. Mai war überdies bekannt geworden, dass die bei Navantia begonnene Modernisierung des U-Bootes GALERNA wegen finanzieller Probleme abgebrochen wurde. Angeblich werde nun überlegt, das mehr als 25 Jahre alte U-Boot der AGOSTA-Klasse zu verschrotten. Noch im Herbst 2009 war die Marine zuversichtlich gewesen, bis Februar dieses Jahres alle vier in den 80-er Jahren beschafften Boote dieses Typs nach einem Upgrade wieder operativ einsatzklar zu haben. Nun wird sie sich wohl erst einmal mit einer reduzierten U-Bootkomponente begnügen müssen, bis dann (ab 2011?) der Zulauf neuer U-Boote der S-80-Klasse beginnt.

Marineforum - GALERNA vor Verschrottung? (Foto: Bernard Prezelin)
GALERNA vor Verschrottung?
Bildquelle: Bernard Prezelin

Bei Neubauprogrammen scheinen – zumindest derzeit – noch keine Streichungen zu drohen. Alle vier neuen U-Boote der S-80-Klasse sind inzwischen bei Navantia in Cartagena im Bau. Am 10. Mai wurde der Kiel für die zukünftige TORNADO gelegt, das vierte Offshore Patrol Vessel der METEORO-Klasse (project BAM – Buque de Acción Maritima). Allerdings darf man wohl zeitliche Streckungen mit verzögerten Lieferterminen erwarten. Vielleicht steht auch die offenbar verspätete Übernahme des neuen Flottenversorgers CANTABRIA mit finanziellen Problemen in Zusammenhang. Das neue Schiff sollte eigentlich schon im Januar von der Bauwerft Navantia an die spanische Marine übergeben werden. Fotos von Anfang März zeigen das offensichtlich fertige Schiff auch bereits bei Versorgungsmanövern mit der Fregatte VICTORIA.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

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