Russland – Mehrtägige größere Gefechtsübungen


Im September jeden Jahres gibt es bei der russischen Marine regelmäßig mehrtägige größere Gefechtsübungen, in denen die einzelnen Flotten am Ende der „Sommer-Ausbildungsperiode“ ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen.

Marineforum - Flottenübung (Foto: russ. Marine)
Flottenübung
Bildquelle: russ. Marine

Eine solche Übung begann am 6. September in den Ostsee bei der Baltischen Flotte. Bis zum 9. September operierten etwa 30 Kampf und Hilfsschiffe sowie zahlreiche Flugzeuge und Hubschrauber sowie Küstenverteidigungstruppen in der Östlichen Ostsee. In Sperrgebieten in und nördlich der Danziger Bucht fanden Artillerie- und Flugkörperschießen gegen See-, Luft- und Landziele statt. Höhepunkt der Aktivitäten war am 7. September eine kombinierte See-/Luft-Landung an der Küste nahe Baltiysk.

Am 7. September zog die Nordflotte nach. Zahlreiche Kampfschiffe und mehrere U-Boote verlegten zu mehrtägigen Übungen in die Barentssee. Zu den namentlich genannten Einheiten gehört auch der FK-Kreuzer MARSHAL USTINOV, der nach längerer Pause (Werftaufenthalt?) wieder zur See fährt. Ein Schwerpunkt der Übungen liegt auf U-Jagd, aber in den insgesamt mehr als 60 vorgeplanten einzelnen Übungsabschnitten („Serials“) finden sich auch zahlreiche Schießabschnitte, bei denen vom Torpedo über Schiffsartillerie bis hin zu (zehn verschiedenen) Flugkörpern praktisch alle in der Flotte verfügbaren Waffen abgefeuert werden. Genannt werden u.a. Seeziel-FK SS-N-22 Sunburn (u.a. auf Zerstörern SOVREMENNIY) und SS-N-12 (FK-Kreuzer SLAVA). Ein Landungsschiff der ROPUCHA-Klasse transportierte eine S-300 Flugabwehrbatterie der Landesluftverteidigung in vorgeschobene Position auf die Insel Kildin. Küstenverteidigungstruppen der Landstreitkräfte führten gemeinsame Übungen mit der Marineinfanterie durch. In das Übungsgeschehen eingebunden waren auch zahlreiche Flugzeuge (Bomber der Fernfliegerkräfte und Jagdbomber) sowie Hubschrauber. Insgesamt sind mehr als 4.000 Soldaten an den Übungen der Nordflotte beteiligt.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

Marineforum

Alle Informationen entstammen frei zugänglichen Quellen.