Atalanta”-Einsatz: Fregatte “Köln” kehrt zurück nach Wilhelmshaven

Glücks­burg (ots) — Wil­helmshaven — Nach ihrem erfol­gre­ichen Ein­satz bei der EU-geführten Anti-Pira­terie-Mis­sion “Ata­lan­ta” kehren die 203 Besatzungsmit­glieder mit der Fre­gat­te “Köln” am kom­menden Fre­itag, 10. Dezem­ber um 10 Uhr, in ihren Heimat­stützpunkt Wil­helmshaven zurück. Ende August hat­te das Schiff unter dem Kom­man­do von Fre­gat­tenkapitän Christo­pher Karow (43) die Stadt am Jade­busen ver­lassen. Der Auf­trag: Schutz von Schif­f­en des Wel­ternährung­spro­gramms (World Food Pro­gramm = WFP) auf ihren Fahrten nach Soma­lia vor Über­grif­f­en durch Pirat­en.

Die Fregatte KÖLN auf dem Transit nach Südafrika während des EAV 2008
Die Fre­gat­te KÖLN auf dem Tran­sit nach Südafri­ka während des EAV 2008
Bildquelle: Deutsche Marine

In den zurück­liegen­den dreiein­halb Monat­en legte das Schiff ins­ge­samt rund 26.500 Seemeilen (etwa 49.000 Kilo­me­ter) zurück. Die “Köln” begleit­ete dabei 50 soge­nan­nte “Hochrisiko-Schiffe” — also Schiffe, die auf­grund ihrer Bauart und Geschwindigkeit ein­fache Ziele für Pirat­en darstellen — durch den Golf von Aden. Drei Schiffe esko­rtierte die Fre­gat­te durch den inter­na­tion­al emp­fohle­nen Tran­sit-Kor­ri­dor (Inter­na­tion­al­ly Rec­om­mend­ed Tran­sit Cor­ri­dor, IRTC). Für das WFP geleit­ete die “Köln” die “MV Vic­to­ria” auf der Pas­sage von Berbera nach Bosas­so an der Soma­lis­chen Küste.

Am 3. Okto­ber vere­it­elte ein­er der Bor­d­hub­schrauber der “Köln” einen Über­griff auf das Han­delss­chiff “Star II”. Die angreifende Piraten­gruppe kon­nte durch Warn­schüsse gestoppt und der Über­griff somit erfol­gre­ich abgewehrt wer­den. Die “Star II” set­ze die Pas­sage unbeschadet fort.

Die bei­den Bor­d­hub­schrauber tru­gen während des gesamten Ein­satzes zur Seer­aumüberwachung und Aufk­lärung bei. Sie leis­teten ins­ge­samt 178 Flugstun­den. Das sind durch­schnit­tlich drei Stun­den pro See­tag.

Neben Dji­bouti lief die Fre­gat­te unter anderem die Häfen von Salalah (Oman), Mom­basa (Kenia), und Port Vic­to­ria (Sey­chellen) an. Mehr als 75 Prozent des Ein­satzes ver­brachte das Schiff in See.

Am 24. Novem­ber über­gab die “Köln” im Hafen von Dji­bouti den Auf­trag an die Fre­gat­te “Ham­burg”.

Hin­ter­gründe zu “Ata­lan­ta”:
Der Deutsche Bun­destag hat am 19. Dezem­ber 2008 beschlossen, dass sich Deutsch­land an der Anti-Pira­terie-Mis­sion der Europäis­chen Union beteili­gen wird. Diese erste mar­itime Mis­sion der Europäis­chen Union heißt EU NAVFOR / Oper­a­tion “Ata­lan­ta”. Die Europäis­che Union ver­fol­gt mit dieser Oper­a­tion das Ziel, die Pirat­en am Horn von Afri­ka und im Seege­bi­et bis zu 500 Seemeilen vor der Küste Soma­lias und sein­er Nach­bar­län­der abzuschreck­en und die Seeräu­berei einzudäm­men. Vor­rangig wer­den die Schiffe für das Wel­ternährung­spro­gramm (WEP) geschützt, darüber hin­aus auch andere Schiffe mit human­itären Hil­f­s­gütern, Schiffe unter EU-Flagge, Schiffe teil­nehmender Natio­nen und andere Fahrzeuge im Rah­men vorhan­den­er Möglichkeit­en.

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