Philippinen


Mit Umstrukturierung und neuer Schwerpunktbildung wollen philippinische Marine, Küstenwache und weitere Behörden in den letzten Jahren entstandenen neuen Prioritäten besser begegnen.

Marineforum - Fast Interdiction Craft der philippinischen Marine (Foto: phi. Marine) Schon in 2006 hatte der Führungsstab der Marine das Konzept „Coast Watch South“ entwickelt, das nun zügig in die Realität umgesetzt werden soll. Es sieht die Einrichtung von insgesamt 17 neuen Wachstationen im Süden des Inselstaates vor. Von Palawan bis Davao sollen sie die zum Teil beträchtlichen Lücken zwischen den derzeit bestehenden lediglich fünf Stationen schließen und so den gesamten Süden der Philippinen effektiv abdecken.

Beobachtungsposten, Ortungs- und Kommunikationsanlagen sowie den Stationen zuzuweisende, kleine schnelle Boote wie die Fast Interdiction Craft sollen eine zeitnahe, flexible und effektive Reaktion auf die gerade in dieser Region stark zugenommenen Bedrohungen durch Terroristen (Abu Sayyaf) und Piraten sowie die Bekämpfung von Schmuggel und illegalem Fischfang ermöglichen.

Neben zur bloßen Einrichtung der neuen Stationen sieht das neue Konzept auch eine enge strukturelle Verzahnung von Marine, Küstenwache, Polizei und Zoll vor. Auch wenn hierzu Entscheidungen der Präsidentin noch ausstehen, sprechen Medien hier bereits von einer neuen „Super Agency“. Die Kosten des Projektes werden mit umgerechnet 270 Mio. Euro angegeben; die Finanzierung soll aber gesichert sein.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

Marineforum

Alle Informationen entstammen frei zugänglichen Quellen. Bildquelle: phi. Marine