Pakistan – In China gebaute kleine FK-Korvette AZMAT in Dienst gestellt


Nur knapp ein halbes Jahr nach dem Stapellauf ist die in China gebaute kleine FK-Korvette AZMAT in Dienst gestellt und verlegt auch schon in die künftige Heimat.

Marineforum -
AZMAT zu Besuch in Shanghai (Foto: china-defense.com)

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Erst am 20. September war die AZMAT bei der chinesischen Tianjin Xingang Werft zu Wasser gelassen und in Anwesenheit von Marinebefehlshaber Admiral Noman Bashir getauft worden. Schon beim Stapellauf war ein Großteil der Anlagen und Waffensysteme eingerüstet, und die Fertigstellung der AZMAT erfolgte denn auch sehr zügig. Nach nur einem halben Jahr waren alle Einbauten erledigt sowie Erprobungen und Abnahmefahrten absolviert. Am 24. April übernahm die pakistanische Marine ihr neues Boot und stellte es in Dienst. Kurz danach machte sich die AZMAT auf die lange Reise nach Pakistan. Nach kurzem Zwischenstopp in Shanghai lief der Neubau am 16. Mai für einen weiteren Besuch und zur Nachversorgung in Kuantan (Malaysia) ein.

Mit der Fertigstellung der AZMAT dürfte ein Beschaffungsvorhaben für neue Kampfeinheiten in nahezu Rekordzeit erledigt worden sein. Erst im Februar 2010 hatte die pakistanische Marine den Neubau von zwei “Large (Missile) Patrol Craft” ausgeschrieben, nur fünf Monate später war man sich mit den Chinesen handelseinig. Zunächst wurden zwei Boote bestellt, von denen eines in China, das andere mit chinesischer Werfthilfe unter einem Lizenzabkommen in Pakistan zu bauen war. Im März 2011 begann die Tianjin Xingang Werft mit dem Bau der AZMAT, und im Juli legte dann auch schon die Karachi Shipyard and Engineering Works (KSEW) das Schwesterboot auf Kiel. Der Vertrag sieht angeblich eine Option für noch zwei weitere Booten vor.

Die nach dem Typboot als AZMAT-Klasse bezeichneten Boote verdrängen bei einer Länge von 60 m etwa 500-600 ts. Sie zeigen ein ausgeprägtes Stealth-Design mit abgeschrägten Aufbauten. Hauptwaffensystem ist offenbar eine Variante chinesischer Seeziel-FK C-802 (knapp unterschall-schnell mit einer Reichweite von etwas mehr als 100 km); das Foto lässt zwei Vierfachstarter erkennen. Dazu kommen Rohrwaffen mittleren/kleinen Kalibers. Einsatzauftrag der Boote soll die Überwachung des erweiterten Küstenvorfeldes werden; auch Piratenbekämpfung wird genannt. Hier sollen die kleinen Korvetten bisher eingesetzte, „überqualifizierte“ Fregatten ablösen und diese damit für andere Aufgaben freistellen.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

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