Norwegen

Am 11. April hat die Fre­gat­te FRITJOF NANSEN den Marinestützpunkt Haakonsvern bei Bergen zu ein­er ersten größeren Aus­land­sreise ver­lassen.

Das im April 2006 von der nor­wegis­chen Marine (RNoN) über­nommene Typ­schiff ein­er Klasse neuer Fre­gat­ten wird zunächst den spanis­chen Hafen El Fer­rol anlaufen. Gemein­sam mit der spanis­chen Fre­gat­te MENDEZ NUNEZ (Typ F-100 ALVARO DE BAZAN) geht es dann mit Bunker­stopp auf den Azoren über den Atlantik nach San­to Domin­go und dann durch den Pana­makanal in den Paz­i­fik.

F-310 FRITJOF NANSEN

Ziel­hafen ist dort San Diego, wo für bei­de Schiffe gemein­sam mit dem Aegis-Zer­stör­er GRIDLEY (ARLEIGH BURKE-III Klasse) der US-Navy umfan­gre­iche Waf­fen- und Sys­te­mer­probun­gen auf dem Pro­gramm ste­hen. Die nor­wegis­che und die spanis­che Fre­gat­te sind wie die GRIDLEY mit dem US-Gefechts­führungssys­tem Aegis aus­gerüstet. Anschließend geht es durch den Pana­makanal zurück in die Karibik, wo ein Hafenbe­such auf den Bahamas geplant ist. Über Bal­ti­more (USA) und Hal­i­fax (Kana­da) ver­legen die zwei Schiffe dann nach Europa zurück. Die FRITJOF NANSEN wird am 20. Juli in Haakonsvern zurück erwartet.

Die FRITJOF NANSEN ist erste von ins­ge­samt fünf Fre­gat­ten, die von der spanis­chen Navan­tia in El Fer­rol für die RNoN gebaut wer­den. Die im Juni 2000 bestell­ten, sämtlich nach berühmten nor­wegis­chen Forsch­ern benan­nten 5.000 ts großen Schiffe ähneln im Design den eben­falls bei Navan­tia gebaut­en spanis­chen Fre­gat­ten vom Typ F-100. Sie sollen bis 2009 die noch aus den 60er Jahren stam­menden alten Fre­gat­ten der OSLO-Klasse erset­zen. Baunum­mer zwei ROALD AMUNDSEN hat in Spanien mit Erprobun­gen und Abnah­me­fahrten in See begonnen, das dritte Schiff OTTO SVERDRUP befind­et sich nach Taufe im Mai 2006 in der Aus­rüs­tung. Bei­de Schiffe soll­ten nach ursprünglich­er Pla­nung in 2007 in Dienst gestellt wer­den. Ein Stre­it zwis­chen der RNoN und Navan­tia über Qual­ität­skon­trollen für von nor­wegis­chen Fir­men zuzuliefer­nde Bau­mod­ule und Finanzierungs­fra­gen und kön­nte hier allerd­ings zu Verzögerun­gen führen.

In Koop­er­a­tion mit “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen

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