Japan

Zu einem „Infor­mal Vis­it“ ist der japanis­che Zer­stör­er HARUNA am 21. August im rus­sis­chen Vladi­vos­tok ein­ge­laufen.

Auf Schiff und Besatzung wartet zunächst das übliche Pro­gramm: gegen­seit­ige Höflichkeits­be­suche von Gast und Gast­ge­bern, Aus­flugs­fahrten, kul­turelle Ver­anstal­tun­gen sowie Cock­tailempfänge an Bord und an Land. Der Liege­platz der HARUNA ist direkt neben dem rus­sis­chen Zer­stör­er ADMIRAL PANTELEYEV (UDALOY-Klasse), der sich als „Host-Ship“ auch beson­ders um den Gast küm­mern soll. Marineforum HARUNA (Foto: JMSDF) Die 6.600 ts ver­drän­gende HARUNA ist ein­er von zwei Anfang der 70er Jahre gebaut­en Zer­stör­er, die in ihrer Aus­rüs­tung und Bewaffnung (Asroc, U‑Jagdtorpedos, Bor­d­hub­schrauber, Sonaran­la­gen) zunächst ein­mal für U‑Jagdaufgaben opti­miert sind. Darüber hin­aus gehend wer­den sie nach ein­er in den 80er Jahren durchge­führten Mod­ernisierung ihrer elek­tro­n­is­chen Aus­rüs­tung aber vor allem als Führungss­chiffe genutzt. So ist die HARUNA Flag­gschiff der in Maizu­ru sta­tion­ierten 3. Geleit­flot­tille.

Der Besuch der HARUNA in Vladi­vos­tok rei­ht sich naht­los in eine Serie jährlich­er Besuche und Gegenbe­suche der japanis­chen Marine bei der rus­sis­chen Paz­i­fik­flotte ein. Den Beginn machte der japanis­che Zer­stör­er HARUMA, der 1996 anlässlich der 300-Jahr Feier der rus­sis­chen Marine Am Ende des Besuch­es Vladi­vos­tok besuchte. Eine Jahr später erwiderte der rus­sis­che Zer­stör­er ADMIRAL VINOGRADOV (UDALOY-Klasse) den Besuch und lief als erstes rus­sis­ches Kriegss­chiff seit mehr als 100 Jahren Japan an. Seit­dem besuchen japanis­che Kriegss­chiffe min­destens ein­mal jährlich Vladi­vos­tok.

Am Ende des Besuch­es der HARUNA stand am 24. August noch eine kurze, gemein­same Übung. Zusam­men mit einem rus­sis­chen Zer­stör­er, einem Flugzeug und einem Hub­schrauber wurde die Hil­feleis­tung für ein “havari­ertes” ziviles Frachtschiff geübt.

In Koop­er­a­tion mit “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen

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Alle Infor­ma­tio­nen entstam­men frei zugänglichen Quellen. Bildquelle: JMSDF

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