Irland – Fischereischutzschiffe bleiben vor der eigenen Küste


Meist kommen die Fischereischutzschiffe der kleinen irischen Marine nicht über die vor den eigenen Küsten liegenden Wirtschaftszonen hinaus.

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Bildquelle: Michael Nitz

Gelegentlich gibt es aber doch eine größere Reise zur Unterstützung von Auslandseinsätzen der irischen Streitkräfte im Rahmen von UN Friedensmissionen (zukünftig auch EU-Operationen) oder als „Botschafter in Blau“. So führte 2002 die NIAMH eine viermonatige Reise nach Ostasien (China, Indien, Japan, Malaysia, Südkorea) durch, überquerte dabei als erstes irisches Kriegsschiff den Äquator und versorgte auf dem Wege auch gleich irische UN-Soldaten in Eritrea. Eine ähnliche Fahrt führte nur ein Jahr später an die westafrikanische Küste, wo in Bürgerkriegs-Liberia eingesetzte Soldaten unterstützt wurden. 2006 überquerte die EITHNE den Atlantik zu einer ersten Südamerika-Reise (Argentinien, Brasilien, Uruguay).

Am 2. Mai lief nun die NIAMH in Richtung Südamerika aus. Erstes Ziel war Rio de Janeiro, wo die Besatzung sich an einer ganzen Reihe kommunaler Projekte (u.a. Bau eines Kinderheimes) beteiligte. Ende Mai stand dann Buenos Aires auf dem Besuchsprogramm. Hier nahm das irische Fischereischutzschiff an den Feiern zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit Argentiniens von Spanien teil, bei deren Erlangung der aus Irland stammende „Almirante“ William Brown, Gründungsvater der argentinischen Marine, eine wesentliche Rolle gespielt hatte.

Durch die Magellanstraße ging es dann um die Südspitze des Kontinents herum nach Chile zu Besuchen in Punta Arenas und Valparaiso. Der Kurs führte danach weiter nach Norden. Nach Passage des Panamakanals – als erstes irisches Kriegsschiff – sollte die NIAMH das mexikanische Veracruz anlaufen. Ein Besuch in Miami zur Teilnahme an den Feierlichkeiten zum US Unabhängigkeitstag (4. Juli) rundet die Auslandsreise ab. Danach geht es dann mit Ostkurs über den Atlantik wieder in Richtung Heimat.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

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