Großbritannien – Käufer für den Flugzeugträger INVINCIBLE gesucht


Die britische Disposal Service Authority (DSA), die sich um den Absatz „staatlicher Gebrauchtwaren“ kümmert, sucht nun auch einen Käufer für den Flugzeugträger INVINCIBLE.

Der erste von drei Flugzeugträgern der INVINCIBLE-Klasse war 1973 in Auftrag gegeben und 1980 in Dienst gestellt worden. Zwei Jahre später kam er im Falkland-Krieg zum Einsatz. Nach 25 Dienstjahren war der Flugzeugträger 2005 unter Sparzwängen ausgemustert worden und lag seitdem „in extended readiness“ eingemottet an der Pier das Marinestützpunktes Portsmouth. Vor wenigen Wochen erfolgte „still und leise“ die offizielle Streichung aus der Liste der Kriegsschiffe und Übergabe an die staatliche Verwertungsstelle.

Marineforum - INVINCIBLE kurz vor Ausmusterung 2005 (Foto: Michael Nitz)
INVINCIBLE kurz vor Ausmusterung 2005
Bildquelle: Michael Nitz

Nun findet sich die INVINCIBLE als Verkaufsangebot direkt neben ausgedienten Uniformen und Militärkraftfahrzeugen auf den Internetseiten der DSA. Interessenten können sich hier bis zum 10. Dezember nicht nur über das Angebot informieren, sondern dort auch das „auf Lager verfügbare“ 20.000-ts Schiff mit einem Mausklick gleich „in den Warenkorb“ packen bzw. ihr Gebot abgeben. Am 5. Januar 2011 soll die INVINCIBLE dann an den Meistbietenden verkauft werden. Die „Warenbeschreibung“ macht allerdings klar, dass sich das Angebot nicht an eine aktive Marine richtet. Hier ist die Rede von demontierten Waffen und elektronischen Anlagen; „keine Antriebsanlagen“, keinerlei Hilfsaggregate sollen mit verkauft werden. Ein Käufer wird ausschließlich im Kreis von Schrotthändlern gesucht, die sich für die geschätzt 10.000 t im Schiff verbauten Stahl interessieren. Zu potenziellen Bietern oder dem erwarteten Erlös wollte man von offizieller Seite keine Angaben machen. In einer Pressemeldung war allerdings von „etwa 2 Millionen Pfund“ die rede.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

Marineforum

Alle Informationen entstammen frei zugänglichen Quellen.