Großbritannien – „Einsatz-Halbzeit“ für Zerstörer EDINBURGH


Für den derzeit im Südatlantik operierenden Zerstörer EDINBURGH ist „Einsatz-Halbzeit“.

Für den TYPE-42 Zerstörer ist der fast siebenmonatige Einsatz im Südatlantik die erste größere Reise seit 2008. Zwei Jahre hatte das Schiff zu Grundinstandsetzung und Modernisierung in der Werft verbracht, war dabei (als letztes seiner Klasse) mit u.a. neuen Antriebsanlagen und IT-Systemen ausgerüstet worden. Im September 2010 war die Werftliegezeit beendet; es folgte Besatzungsausbildung zur Wiederherstellung voller operativer Einsatzfähigkeit.

Im Mai konnte die EDINBURGH dann ihren Heimathafen Portsmouth mit Kurs auf die südliche Hemisphäre verlassen. Einen ersten Zwischenaufenthalt gab es bei den Kapverdischen Inseln, wo das Schiff auch zeitweilig in örtliche Maritime Security Operations (Anti-Piraterie/Anti-Drogen) eingebunden war. Nach einem kurzen Versorgungsstopp in Simonstown (Südafrika) steuerte der Zerstörer dann Mitte Juli – mitten im dortigen Winter und bei schwerem Wetter – quer über den Südatlantik die britischen Falkland-Inseln an.

Marineforum - EDINBURGH im Südwinter-Einsatz (Foto: Royal Navy)
EDINBURGH im Südwinter-Einsatz (Foto: Royal Navy)

Präsenz im Südatlantik mit der so genannten „Falkland Patrol“ und vor Südgeorgien ist unverändert Daueraufgabe für die Royal Navy, die zur Versorgung / Unterstützung der eingesetzten Kampfschiffe meist auch einen Flottenversorgen/Tanker und ein Vermessungsschiff vor Ort hat. Die EDINBURGH löste ihr Schwesterschiff YORK vor Ort ab. Während diese inzwischen in die Heimat zurück gekehrt ist, bleibt die EDINBURGH noch einige Monate im Einsatz. Sie wird erst im Dezember in Portsmouth zurück erwartet – wenn sie ihre Aufgabe dann an ein anderes britisches Kriegsschiff übergeben hat.

Zur Halbzeit lief sie für etwa zwei Wochen wieder nach Simonstown (Südafrika). Hier finden dringend notwendige Wartungsarbeiten und Instandsetzungen statt, und das Schiff versorgt sich für den zweiten Teil seines Einsatzes. Der relativ lange Weg nach Osten ist notwendig, da die deutlich näher gelegenen südamerikanischen Staaten in Solidarität mit Argentinien (Falkland-Konflikt) britischen Kriegsschiffen das Einlaufen für solche Arbeiten verwehren.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

Marineforum

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