Griechenland – Nach längerer Werftliegezeit ist die Fregatte AEGEON zur fahrenden Flotte zurück gekehrt


2003 hatte Hellenic Shipyards den Auftrag zu einer Modernisierung „Life-time Extension) von sechs der zehn Fregatten der S-Klasse (ELLI-Klasse, niederländischer Typ KORTENAER) erhalten.

Marineforum - Fregatte AEGEON (Foto: Dt. Marine)
Fregatte AEGEON
Bildquelle: Dt. Marine

Zu den in Skaramanga durchgeführten Arbeiten gehörte vor allem die Modernisierung von Sensoren, Waffensystemen und Elektronik der mehr als 25 Jahre alten Schiffe. Sie erhielten u.a. ein neues Gefechtsführungssystem, neue Fernmelde- und Navigationsanlagen sowie ein neues Überwachungssystem für die schiffstechnischen Anlagen (Propulsion, Monitoring and Control System).

Als erstes der sechs Schiffe konnte schon im September 2006die KOUNTOURIOTIS ihre Werftliegezeit beendet. Mit Rücklieferung der AEGEON an die Marine ist das Projekt nun abgeschlossen – acht Monate später als ursprünglich geplant, aber doch eben wie geplant (angesichts der derzeitigen Finanzkrise sicher keine Selbstverständlichkeit). Die restlichen vier der zehn griechischen ELLI-Fregatten waren von Beginn an von der Modernisierung ausgeschlossen. Sie sollten eigentlich verkauft werden, die pakistanische Marine wurde sogar schon offiziell als Käufer genannt, aber der Transfer kam aus unbekannten Gründen nicht zustande; ihr Schicksal ist derzeit völlig offen.

Die letzte bekannt gewordene Planung sah vor, unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten an den sechs Fregatten der ELLI-Klasse eine Modernisierung auch der vier in den 90er Jahren beschafften Fregatten der HYDRA-Klasse (Typ Meko-200 HN) zu beginnen, mit Abschluss bis 2013. Ob diese Absicht weiterhin Bestand hat, und wenn ja, auf welcher Zeitachse, bleibt abzuwarten (Finanzierung).

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

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