Für die indonesische Marine sind schnelle, kleine Einheiten unverzichtbar


Nur solche Fahrzeuge können in den Flachwassergebieten um und vor den zahlreichen Inseln können uneingeschränkt und effektiv operieren und dort vor allem auch asymmetrische Aufgaben wie Bekämpfung von Terrorismus, Drogenhandel, illegaler Migration und Fischwilderei wahrnehmen. Gleich zwei neue Beschaffungsvorhaben sollen hier den operativen Bedarf der kommenden Jahrzehnte decken.

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CLURIT (Foto: PT PAL)

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X3K Trimaran (Grafik: Lundin)

Da sind zum einen die von der örtlichen PT PAL FK-Boote der CLURIT-Klasse. Die 27 Knoten schnellen 40-m Boote verfügen über ein modernes (Sewaco) Waffeneinsatzsystem und sind mit chinesischen Seeziel-FK C-705 (Reichweite 70 – 120 km, sollen in einer Joint Venture auch in Indonesien gefertigt werden) sowie 30-mm und 20-mm Rohrwaffen bestückt. Zwei der Boote (CLURIT und KUJANG) sind bereits in Dienst gestellt; ein drittes ist im Bau. Bis 2014 sollen weitere sechs folgen. Insgesamt plant die indonesische Marine in einem bis 2024 reichenden Langzeitprogramm die Beschaffung von 24 Booten der CLURIT-Klasse, wobei weitere Bestellungen „in Anhängigkeit von der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln“ nach und nach erfolgen sollen. Ihr Haupteinsatzgebiet sollen die Gewässer um Sumatra sowie Nord-Sulawesi werden.

X3K Trimaran (Grafik: Lundin)Neben der CLURIT-Klasse in einem zweiten Vorhaben zu beschaffende Boote wirken extrem „futuristisch“. Mitte Januar hat die indonesische Marine bei der PT Lundin in Banyuwangi (Java( zunächst vier Boote des Typs X3K bestellt. Die 62-m Boote basieren auf einem Trimaran-Design. Große Teile werden aus Kohlefaser-Kompositwerkstoffen gefertigt. Mit einem Tiefgang von nur 1,2m sollen sie Geschwindigkeiten von 35 Knoten erreichen. Antrieb liefern vier MAN-Diesel PK-1800. Auch für X3K werden als Hauptwaffensystem Seeziel-FK mit einer Reichweite von 120 km genannt (möglicherweise ebenfalls C-705). Schon vor dem Sommer will Hersteller Lundin der indonesischen Marine einen ersten Prototypen zur praktischen Erprobung übergeben.

Drei weitere Boote sollen dann bis 2014 folgen. Ob danach Anschlussbestellungen folgen, wird sicher von den praktischen Erfahrungen der indonesischen Marine mit den ersten Booten – und natürlich verfügbaren Mitteln – abhängen.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

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