Frankreich/Algerien – Start der französisch-algerischen Übung Rais Hamidou 11


In Toulon (Frankreich) hat am 25. März die bilaterale französisch-algerische Übung Rais Hamidou 11 begonnen.

Im Juni 2008 hatten beide Marinen die Übungsserie vereinbart, mit der Interoperabilität bei Maritime Security Operations (Terrorismus, Drogen- und Waffenhandel, illegale Migration), Search & Rescue und Umweltschutz verbessert werden soll. Trotz der gegenwärtigen Entwicklungen in Nordafrika, die auch an Algerien nicht spurlos vorbei gehen, wurde an Rais Hamidou 11 festgehalten. Die algerische Marine verlegte dazu ihre Fregatte REIS KORSO (KONI-Klasse) nach Toulon, wo die erste Übungsphase begann. Die französische Marine bringt ihre Fregatte LA FAYETTE (mit Bordhubschrauber) sowie ein Seefernaufklärungsflugzeug Atlantique 2 in die Übung ein.

Marineforum - französisch-algerische Übung Rais Hamidou 11

Rais Hamidou findet in vier Phasen statt. Nach einer vorbereitenden 1. Phase mit Seminaren und kulturellen Aktivitäten in Toulon liefen die Einheiten am 2. April zur 2. Phase aus. In zwei Tagen gemeinsamer Seefahrt wurde erstmals in der Praxis geübt; danach wird diese Phase dann bis zum 7. April im Hafen von Oran (Algerien) fortgesetzt. Wie zuvor in Toulon stehen auch hier wieder Seminare, Planübungen sowie kulturelle / sportliche Events auf dem Programm. Vom 8. – 10. April findet dann vor der algerischen Küste die Hauptübung (Phase 3) statt. Seeluftstreitkräfte (auch die algerische Marine bringt hier ein Aufklärungsflugzeug ein) erstellen im Rahmen von Seeraumüberwachung zu Maritime Security Operations ein gemeinsames Lagebild, Schiffe fangen „ein Ziel“ ab. Eine größere Seenotrettungsübung schließt diese Phase ab, zu der die algerische Marine auch noch einen Versorger und zwei Seenotrettungsfahrzeuge sowie die algerische Küstenwache ein Wachboot beisteuert.

Die 4. Phase sieht alle Übungsteilnehmer dann wieder in einem algerischen Hafen – diesmal in der Hauptstadt Algiers. Am 10. April soll hier die Übungsnachbesprechung beginnen. Danach bleibt natürlich auch wieder Zeit für gemeinsame Veranstaltungen. Am 12. März sollen sich die französischen Schiffe verabschieden und wieder in Richtung Heimat aufbrechen.

In Kooperation mit „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen

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