Frankreich

Ein­mal mehr hat sich die vor­beu­gende Aus­rüs­tung des Schul­ver­ban­des der franzö­sis­chen Marine für eine kurzfristige Hil­feleis­tung bei Naturkatas­tro­phen als sin­nvoll erwiesen.

Im Dezem­ber hat­ten der Hub­schrauberträger JEANNE D’ARC und der Zer­stör­er GEORGUES LEYGUES, der in der Ver­gan­gen­heit auch schon des Öfteren zweites Schiff des Schulgeschwaders war, mit der diesjähri­gen Aus­bil­dungsreise begonnen. Die Fahrt führte die bei­den Ein­heit­en mit den eingeschifften Kadet­ten durch das Mit­telmeer und den Indis­chen Ozean bis nach Südostasien.

Wie immer bei solchen Reisen in abgele­gene Regio­nen, hat­te der Hub­schrauberträger vor sein­er Abfahrt auch Aus­rüs­tung und Hil­f­s­güter (Lebens­mit­tel, Medika­mente) für mögliche human­itäre Ein­sätze sowie vier Hub­schrauber Alou­ette III und Pan­ther an Bord genom­men.

Bis Anfang März ver­lief die Reise ereignis­los, fol­gte der Pla­nung. Bere­its auf dem Rück­weg von Südostasien, soll­ten die bei­den Schiffe im süd­west­lichen Indik noch Besuche auf Reunion, Mau­ri­tius und in May­otte (Comoren) durch­führen. Kurz vor Ein­laufen in Reunion ver­wüstete der Zyk­lon Indala die Ostküste des benach­barten Mada­gaskar, wo die Behör­den wenig später offiziell um franzö­sis­che Hil­fe bat­en.

Hubschrauber transportieren Hilfsgüter von der JEANNE D'ARC (Foto: franz. Marine)Gemein­sam mit der auf Reunion fest sta­tion­ierten Fre­gat­te FLOREAL und dem kurzfristig nach Süden ver­legten Ver­sorg­er VAR des franzö­sis­chen Indik-Geschwaders wurde das Schulgeschwad­er sofort in die Katas­tro­phen­hil­fe einge­bun­den. Die vier Hub­schrauber der JEANNE D’ARC (ver­stärkt durch zwei weit­ere der VAR) trans­portierten am 19. und 20. März fast 40 Ton­nen Hil­f­s­güter von den Schif­f­en an die nordöstliche Küste Mada­gaskars bei Anta­la­ha. Am 21. März führten die Hub­schrauber noch Erkun­dungs­flüge durch, um festzustellen, ob es an abgele­ge­nen Orten weit­eren, drin­gen­den Hil­fs­be­darf gab.

Da dies offen­bar nicht der Fall war, set­zten JEANNE D’ARC und GEORGES LEYGUES am 23. März ihre Reise fort, die nach Besuchen in Djibu­ti, Ital­ien (Livorno) und Spanien (Cadiz) am 8. Mai mit dem Ein­laufen in Brest zu Ende gehen soll.

In Koop­er­a­tion mit “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen

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