Deutschland/Tschechien

Krauss-Maf­fei Weg­mann liefert zehn FENNEK an die Bun­deswehr. Tschechien neuer Kunde für DINGO 2.

FENNEK koor­diniert in Zukun­ft indi­rek­tes Feuer des Heeres, der Luft­waffe und der Marine
— Tschechien vierte Nutzer­na­tion für hochgeschütztes Patrouillen- & Sicherungs­fahrzeug

Krauss-Maffei WegmannDingo 2 (Bild: KMW) Die Krauss-Maf­fei Weg­mann GmbH & Co.KG (KMW) ist von der nieder­ländis­chen Beschaf­fungs­be­hörde Defen­sie Materieel Organ­isatie (DMO) im Namen des Bun­de­samtes für Wehrtech­nik und Beschaf­fung (BWB) mit der Liefer­ung von zehn neuen Fen­nek-Fahrzeu­gen für die Joint Fire Sup­port Teams (JFST) der Bun­deswehr beauf­tragt wor­den. Für KMW verbindet sich damit ein Auf­trag mit einem Vol­u­men von 31,3 Mil­lio­nen Euro.

Darüber hin­aus hat KMW am 21. Novem­ber 2007 einen Ver­trag mit der Tschechis­chen Repub­lik über die Liefer­ung von vier hochgeschützten Patrouillen- und Sicherungs­fahrzeu­gen vom Typ DINGO 2 geschlossen. Neben Bel­gien, Deutsch­land und Öster­re­ich ist Tschechien nun­mehr der vierte Nutzer­staat, der seine Sol­dat­en bei Aus­landsmis­sio­nen mit dem DINGO 2 schützt. Übergeben wer­den die Fahrzeuge bis Ende Feb­ru­ar 2008. Der Ver­trag sieht außer­dem die Liefer­ung Aus­bil­dungsleis­tun­gen und Son­der­w­erkzeu­gen vor.

„Der Stel­len­wert für Schutz und Mobil­ität ist für die alli­ierten Stre­itkräfte in den aktuellen Krisen­re­gio­nen unverän­dert hoch. Strate­gie von KMW bleibt es, die führende Posi­tion in diesem Geschäftsseg­ment weit­er auszubauen. Diese bei­den Aufträge sind hier­bei wesentliche Schritte, auch im Hin­blick auf die Erschließung neuer Märk­te und neuer Geschäfts­felder“, so Frank Haun, Vor­sitzen­der der KMW-Geschäfts­führung.

FENNEK Joint Fire Sup­port Team
Die Joint Fire Sup­port Teams sollen das indi­rek­te Feuer des Heeres, der Luft­waffe und der Marine koor­dinieren und so die einzel­nen Ein­satzkräfte effizient in die tak­tis­che Feuerun­ter­stützung ein­binden. Durch seine niedrige Bauhöhe, die außeror­dentlich geringe Infrarot- und Radarsig­natur sowie seine Aus­rüs­tung mit mod­ern­sten Aufk­lärungsmit­teln, stellt der Fen­nek für diese Auf­gabe unter funk­tionalen, wirtschaftlichen und zeitlichen Gesicht­spunk­ten die beste Lösung dar, da er auf die heuti­gen wie die zukün­fti­gen Anforderun­gen der Stre­itkräfte zugeschnit­ten ist. Der Fen­nek ist ein Waf­fen­sys­tem, das im inter­na­tionalen Kon­flik­t­man­age­ment wichtige Auf­gaben übernehmen kann. Bere­its seit 2004 stellt er seine Leis­tungs­fähigkeit als Artiel­lerie-Beobach­tungs­fahrzeug der ISAF-Schutztruppe in Afghanistan unter Beweis.

Die Vari­ante JFST des von Krauss-Maf­fei Weg­mann in Zusam­me­nar­beit mit den Nieder­lan­den entwick­el­ten Fen­nek ver­fügt über eine außeror­dentlich leis­tungsstarke Beobach­tungs- und Aufk­lärungsausstat­tung mit ein­er sehr hohen Reich­weite, mit der Ziele bei Tag und Nacht aufge­spürt und iden­ti­fiziert wer­den kön­nen. Gle­ichzeit­ig ist er an den Sprach- und Daten­funk von Heer, Luft­waffe und Marine ange­bun­den und ste­ht so mit allen Teil­stre­itkräften in direk­tem Kon­takt. Die Besatzung des Fen­nek kann mit einem so genan­nten Laserdes­ig­na­tor außer­dem Ziele für die Luft­waffe bes­tim­men und laserges­teuerte Muni­tion ins Ziel führen.

Mit dem Fen­nek JFST erhält die Bun­deswehr ein Fahrzeug, das sowohl gegen Beschuss von Hand­waf­fen und Minen als auch gegen ABC-Kon­t­a­m­i­na­tion geschützt ist. Bei ein­er Reich­weite von über 1000 Kilo­me­tern kann die dreiköp­fige Besatzung mit dem Fen­nek bis zu fünf Tage autark operieren. Da er zudem luftver­lade­bar ist, kann der Fen­nek schnell und prob­lem­los auch in weit ent­fer­nte Ein­satzge­bi­ete ver­legt wer­den.

Die zehn neuen JFST-Fen­neks sollen bis Novem­ber 2009 an die Bun­deswehr aus­geliefert wer­den.

DINGO 2
Der DINGO 2 bietet für bis zu acht Per­so­n­en den derzeit höch­sten Schutz gegen mod­erne Hand­feuer­waf­fen, Artilleries­plit­ter, Per­so­n­en- und Panz­er­ab­wehrmi­nen sowie gegen ABC-Kampf­stoffe in sein­er Klasse. Neben Deutsch­land wurde er bere­its von mehreren inter­na­tionalen Ref­eren­zkun­den wie Öster­re­ich und Bel­gien mit ein­er Gesamt­stück­zahl von über 700 Fahrzeu­gen bestellt und hat sich seit vie­len Jahren erfol­gre­ich in ein­er Vielzahl von inter­na­tionalen Ein­sätzen wie in Bosnien, im Koso­vo, in Afghanistan oder im Libanon bewährt.

Das Fahrzeug ist in unter­schiedlichen Mis­sionsvari­anten ver­füg­bar. Hierzu zählen u.a. die Sicherungs- und Patrouil­len­ver­sion, der mobile Gefechts­stand, die AC-Spür­vari­ante oder das ambu­lante Not­fall­fahrzeug. Für alle Mis­sionsvari­anten des DINGO 2 gel­ten die gle­ichen Schutz und Sicher­heits­maßstäbe: höch­ster bal­lis­tis­ch­er, Minen- und ABC-Schutz.

Das hochgelän­degängige UNI­MOG-Fahrgestell des DINGO 2 ermöglicht in allen Fahrzeug­vari­anten Höch­st­geschwindigkeit­en von über 90 km/h und eine Reich­weite von rund 1.000 km. Darüber hin­aus sind die ver­schiede­nen Ver­sio­nen in den Trans­port­flugzeu­gen C160-Transall, C130-Her­cules und A400M luftver­lad­bar.

Krauss-Maf­fei Weg­mann
Die Krauss-Maf­fei Weg­mann GmbH & Co. KG ist Mark­t­führer in Europa für gepanz­erte Rad- und Ket­ten­fahrzeuge. An Stan­dorten in Deutsch­land, Griechen­land, den Nieder­lan­den und USA entwick­eln, fer­ti­gen und betreuen über 3000 Mitar­beit­er ein Pro­duk­t­port­fo­lio, das von luftver­lad­baren und hochgeschützten Rad­fahrzeu­gen (MUNGO, DINGO und BOXER), über die Aufk­lärungs-, Flu­gab­wehr- und Artilleriesys­teme (FENNEK, GEPARD, LeFLaSys, Panz­er­haub­itze 2000 und AGM) bis hin zu schw­eren Kampf­panz­ern (LEOPARD 1 und 2), Schützen­panz­ern (PUMA) und Brück­en­legesys­te­men (LEGUAN und PSB2) reicht. Darüber hin­aus besitzt KMW eine umfassende Sys­temkom­pe­tenz auf dem Gebi­et zivil­er und mil­itärisch­er Sim­u­la­tion sowie Führungs- & Infor­ma­tion­ssys­te­men und fernbe­di­en­baren Lafet­ten mit Aufk­lärungs- und Beobachtungs¬einrichtungen für Mis­sio­nen bei Tag und Nacht. Auf die Ein¬satzsysteme von KMW ver­lassen sich weltweit die Stre­itkräfte von über 30 Natio­nen.

Text- / Bildquelle (source): Krauss-Maf­fei Weg­mann GmbH
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Christoph Müller
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