Deutschland — NATO-Manöver “Brilliant Mariner 2010” — 11 Nationen üben zwischen Nord- und Ostsee

Wil­helmshaven — Aus Anlass des bevorste­hen­den Manövers “Bril­liant Mariner 2010” lädt der kom­mandierende Befehlshaber des Manövers, der franzö­sis­che Kon­ter­ad­mi­ral Jean-Louis Kérig­nard, zu ein­er Pressekon­ferenz am 11. April 2010 um 10 Uhr auf das Flagschiff “FS Mis­tral” ein. Der franzö­sis­che Hub­schrauberträger wird im Marinestützpunkt Wil­helmshaven an der Instand­set­zungspi­er liegen. Im Anschluss an die Pressekon­ferenz gibt es die Möglichkeit, das Schiff zu besichti­gen.

Die “Schnelle Ein­greiftruppe” der NATO (NATO Response Force, NRF) wird vom 12. — 22. April 2010 eine mar­itime Übung in der Nord- und Ost­see durch­führen. Ziel ist es, sich­er zu stellen, dass die NRF für oper­a­tive Maß­nah­men oder Krisen­si­t­u­a­tio­nen in der Welt gut vor­bere­it­et und reak­tions­fähig ist, wann und wo auch immer diese Fähigkeit gefordert wird.

Unter franzö­sis­chem Kom­man­do

Unter dem Kom­man­do der franzö­sis­chen Marine wer­den 6500 Sol­dat­en aus 11 NATO-Staat­en (Frankre­ich, Bel­gien, Däne­mark, Est­land, Deutsch­land, Nieder­lande, Nor­we­gen, Polen, Spanien, Großbri­tan­nien und USA) und Schwe­den als Mit­glied der Organ­i­sa­tion “Part­ner­schaft für den Frieden” an diesem Manöver teil­nehmen. 40 Schiffe (ein­schließlich eines Flugzeugträgers, Fre­gat­ten, Tanker), vier U-Boote und 30 Flugzeuge bilden den Kern der Übung­steil­nehmer.

Die Übung wird vom Stab des Marine­haup­tquartiers der NATO (Allied Mar­itime Com­mand) in North­wood (Lon­don) koor­diniert und mit real­is­tis­chen Übungsszenar­ien für die Kom­man­dan­ten und Kom­man­deure in See ver­sorgt. Es geht dabei unter anderem um die Bewäl­ti­gung von Sit­u­a­tio­nen im Rah­men von asym­metrischen Bedro­hun­gen, Sicher­heit im Seev­erkehr, Embar­go-Oper­a­tio­nen und ter­ror­is­tis­ch­er Vor­fälle.

Der Kom­man­deur des mar­iti­men NATO Haup­tquartiers, Admi­ral Sir Trevor Soar, sagte: “Die Übung Bril­liant Mariner ist eine gute Gele­gen­heit, die NATO Trup­pen auf Herz und Nieren zu prüfen. Ein­satzaus­bil­dung und das Üben von Maß­nah­men im Rah­men human­itären Hil­fe sind wichtige Aspekt der Aus­bil­dung. Dadurch wird sichergestellt, dass — wenn gefordert — die NATO-Stre­itkräfte eine entschei­dende Rolle in ein­er Krisen­si­t­u­a­tion spie­len kön­nen.”

Kon­ter­ad­mi­ral Jean-Louis Kérig­nard führt die Übung in See von seinem Flag­gschiff, dem Hub­schrauberträger FS Mis­tral. “Als Befehlshaber in See während der Übung Bril­liant Mariner werde ich eng mit allen teil­nehmenden Natio­nen zusam­me­nar­beit­en, um unsere Fähigkeit­en als schnelle Ein­greiftruppe zu bestäti­gen und zu zer­ti­fizieren. Die Szenar­ien wer­den den teil­nehmenden Ein­heit­en eine großar­tige Gele­gen­heit bieten, um mit Effizienz die vor uns liegen­den Bedro­hun­gen zu meis­tern.”

Deutsch­land ist Gast­ge­ber

Die Deutsche Marine ist soge­nan­nte “host nation”, also neben Däne­mark ein­er der Gast­ge­ber des Manövers. Das bedeutet zum Beispiel, dass der Marinestützpunkt Wil­helmshaven als Anlauf- und Aus­gangspunkt der teil­nehmenden Ein­heit­en dient. Zudem ist der Marine­hafen die logis­tis­che Drehscheibe des Manövers. Auch per­son­ell und materiell beteiligt sich die Deutsche Marine erhe­blich: Neben der Fre­gat­te “Karl­sruhe” sind zwei Schnell­boote, zwei Minen­jagdboote, zwei Ver­sorgung­sein­heit­en, ein U-Boot und in der Luft ein Seefer­naufk­lär­er vom Typ P-3C Ori­on involviert. Ins­ge­samt wirken rund 600 deutsche Mari­nesol­dat­en in diesem multi­na­tionalen Manöver mit.

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