Deutschland – Fregatte „Emden“ kehrt vom „Atalanta“-Einsatz zurück


Glücksburg (ots) – Wilhelmshaven – Die Fregatte „Emden“ läuft nach erfolgreicher Teilnahme an der Anti-Piraterie-Mission „Atalanta“ wieder in ihrem Heimatstützpunkt ein. Das unter dem Kommando von Fregattenkapitän Ulrich Brosowsky (43) stehende Schiff passiert am Freitag, den 11. Juni, um 10 Uhr die Molenköpfe der 4. Einfahrt in Wilhelmshaven und macht anschließend an der Ostmole fest.

Fregatte 122 F 210 EMDEN
Fregatte 122 F 210 EMDEN
Bildquelle: Deutsche Marine

Die primäre Aufgabe der Fregatte „Emden“ war der Schutz von Schiffen des Welternährungsprogramms am Horn von Afrika. Der Einsatzraum umfasst ein Gebiet bis zu 500 Seemeilen vor der Küste Somalias und seiner Nachbarländer sowie den Luftraum über dem Meer. Des Weiteren gehörte die Überwachung des „Internationally Recommended Transit Corridor“ (IRTC) zum Auftrag der „Emden“. Diese virtuelle Seestraße wurde eingerichtet, um den Seeverkehr im Golf von Aden zu kanalisieren. Dadurch konnte der Schutz erheblich vereinfacht werden. „Wir spüren die Dankbarkeit der Handelsschiffe, die wir beschützen und werden regelmäßig von Kapitänen angerufen, die sich bedanken“, so Fregattenkapitän Brosowsky.

Mutmaßliche Piraten entwaffnet

Die dritte Aufgabe der „Emden“ bestand im Aufbringen sogenannter „Pirate Action Groups“ (PAG), um zu verhindern, dass Handelsschiffe von diesen angegriffen und gekapert werden können. PAG’s bestehen meist aus zwei „Skiffs“ (Speedbooten) und einem Mutterschiff. Die Fregatte „Emden“ hat im Somalischen Becken an der Ostküste Somalias drei PAG’s entdeckt und sechs „Skiffs“ unbrauchbar gemacht. Die mutmaßlichen Piraten wurden entwaffnet und im Anschluss jeweils mit ausreichender Nahrung und Wasser in Richtung Somalia entsendet.

Die rund 235-köpfigen Besatzung der Fregatte „Emden“ hatte Wilhelmshaven am 7. Januar 2010 verlassen.

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Fregattenkapitän Uwe Rossmeisl
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