Dänemark — Übergabe der ersten von drei neuen Fregatten

Am 21. Jan­u­ar hat die Odense Staal­skib­svaerft in Lin­doe die erste von drei neuen Fre­gat­ten an das Mate­ri­alamt der dänis­chen Stre­itkräfte (Forsvarets Materielt­jen­este) übergeben.

Die IVER HUITFELDT (F 361) ist Typ­schiff der gle­ich­nami­gen Klasse. Ihr fol­gen die eben­falls bere­its im Bau befind­liche PETER WILLEMOES (F 362) und als drittes und let­ztes Schiff die NIELS JUEL (F 363). Die Schiff­s­na­men beziehen sich auf Marine­helden aus drei Jahrhun­derten. Dabei ste­ht NIELS JUEL für das 17. Jahrhun­dert, IVER HUITFELDT (1710 Kom­man­dant des Lin­ien­schiffes DANNEBROG in der Schlacht in der Koege­bucht) für das 18. Jahrhun­dert und PETER WILLEMOES (1808 Schlacht vor See­land) schließlich für das 19. Jahrhun­dert.

Marineforum - IVER HUITFELDT (Foto: Royal Danish Navy)
IVER HUITFELDT
Bildquelle: Roy­al Dan­ish Navy

Der Auf­trag zum Bau der drei als Patrul­jeskibe (Patrouil­len­schiffe) beze­ich­neten Fre­gat­ten war im Dezem­ber 2006 erteilt wor­den. Sie lösen die vor 25 Jahren beschafften und 2008/2009 bere­its aus dem aktiv­en Fahrbe­trieb genomme­nen Fre­gat­ten der NIELS JUEL-Klasse ab. Die Neubaut­en sollen der dänis­chen Marine vor allem auch erweit­erte Optio­nen in inter­na­tionalen Krisenein­sätzen geben. Mod­ern­ste Aus­rüs­tung wird sie für die Wahrnehmung eines bre­it­en Spek­trums unter­schiedlich­ster Auf­gaben befähi­gen. So wer­den die für Flugabwehr/Luftraumverteidigung vorge­se­henen Waf­fen und Sen­soren (u.a. APAR Radar) auch schon Grund­fähigkeit­en für die Abwehr von bal­lis­tis­chen Flugkör­pern vorhal­ten. Trotz ein­er Größe von 6.200 ts (Länge 138m) sollen die Neubaut­en übri­gens mit nur etwa 100 Mann auskom­men – kaum mehr als bei den alten, nur 1.300 ts großen NIELS JUEL.

Die IVER HUITFELDT ver­legte nach ihrer Über­nahme in den Flot­ten­stützpunkt Kor­so­er. Hier soll mit der Instal­la­tion let­zter Anla­gen und Geräte (jüng­ste Fotos zeigen das Schiff noch ohne APAR-Radar) die Endaus­rüs­tung abgeschlossen wer­den. Danach ste­hen dann weit­ere Erprobun­gen auf dem Pro­gramm, bevor die neue Fre­gat­te im kom­menden Jahr oper­a­tiv ein­satzk­lar wer­den soll.

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