Blackseaforce

BLACKSEAFORCE — Die erste diesjährige Aktivierung des multi­na­tionalen Ver­ban­des Black­SeaForce hat begonnen.

BlackSeaForDie Black Sea Force (Black­SeaFor) ist ein gemein­samer Marin­e­ver­band der Schwarzmeer­an­raine, dessen Auf­stel­lung Bul­gar­ien, Georgien, Rumänien, Rus­s­land, die Türkei und die Ukraine im April 2001 („Vere­in­barung von Istan­bul“) beschlossen hat­ten. Seit­dem wird der Ver­band in wech­sel­nder Zusam­menset­zung regelmäßig für etwa 30 Tage aktiviert, und die beteiligten Mari­nen entsenden Ein­heit­en zu gemein­samen Übun­gen. Nach­dem man sich im April 2006 in der Türkei getrof­fen hat­te (mit anschließen­den Übun­gen und Besuchen in der Türkei, Bul­gar­ien und Rumänien), ist im Rah­men rou­tinemäßiger jährlich­er Rota­tion der Black­SeaFor-Führung in diesem Jahr Rus­s­land Aus­richter. Die beteiligten Ein­heit­en tre­f­fen sich seit dem 3. April in Novorossiysk und führen nach ein­lei­t­en­den Übun­gen vor der rus­sis­chen Schwarzmeerküste Besuche in Con­stan­za (Rumänien), Bur­gas (Bul­gar­ien) und abschließend in Istan­bul (Türkei) durch. Über­all ste­hen dort auch weit­ere Übun­gen auf dem Pro­gramm.

Führungss­chiff ist dies­mal das rus­sis­che Lan­dungss­chiff TSESAR KUNIKOV (ROPUCHA-I), das auch schon im ver­gan­genen Jahr an den Black­SeaForce-Übun­gen teil­nahm und Anfang April von seinem Heimath­afen Sev­astopol nach Novorossiysk ver­legte.

Die bul­gar­ische Marine bringt ihre Korvette BODRY (PAUK-I-Klasse) in die Übung ein, Rumänien die Fre­gat­te EUSTATIU SEBASTIAN (TETAL-II-Klasse), die Türkei hat die Fre­gat­te KEMALREIS (Typ MEKO 200 TN II A) nach Novoris­siysk ver­legt, und die Ukraine entsendet ihr Führungss­chiff SLAVUTICH (Typ KAMTSCHAT­KA-mod).

BlackSeaFor

Für Black­SeaFor-Mit­glied Georgien, dessen Marine im ver­gan­genen Jahr noch mit der FK-Korvette DIOSKURIA an der Zusam­men­ziehung beteiligt war, nen­nen Medi­en bish­er keine teil­nehmende Ein­heit; die rus­sis­che ITAR-TASS spricht auch nur von „fünf beteiligten Mari­nen“. Ob die geor­gis­che Marine zur Zeit keine für die Black­SeaForce geeignete Ein­heit ver­füg­bar hat, sich vielle­icht erst später in die Übung inte­gri­ert oder aber wegen z.Zt. erhe­blich­er poli­tis­ch­er Span­nun­gen mit Rus­s­land in diesem Jahr auf eine Teil­nahme unter rus­sis­ch­er Führung verzichtet, bleibt vor­erst unklar.

In Koop­er­a­tion mit “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen

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