BLACKSEAFOR — Dieses Jahr unter russischer Führung

Wie schon in den ver­gan­genen Jahren, ist auch dies­mal im April der Zeit­punkt für die erste Aktivierung der Black­SeaFor gekom­men.

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Black Sea Naval Coop­er­a­tion Task Group
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Pressekon­ferenz zur Ver­band­sak­tivierung (Foto: rum. Marine)

Die Auf­stel­lung dieses multi­na­tionalen Marin­e­ver­ban­des der Schwarzmeer­an­rain­er war im 2001 in der „Vere­in­barung von Istan­bul“ von Bul­gar­ien, Georgien, Rumänien, Rus­s­land, der Türkei und der Ukraine beschlossen wor­den. Seit­dem wird die „Black Sea Naval Co-Oper­a­tion Task Group“ (so die offizielle Beze­ich­nung) in wech­sel­nder Zusam­menset­zung ein bis zwei mal im Jahr für jew­eils etwa drei Wochen aktiviert, und die beteiligten Mari­nen entsenden Ein­heit­en zu gemein­samen Übun­gen und Hafenbe­suchen rund um das Schwarzmeer. Das Kom­man­do über den Ver­band wech­selt dabei in jährlich­er Rota­tion.

Dies­mal wird die Black­SeaFor von der rus­sis­chen Marine geführt, aber ihre Zusam­men­ziehung erfol­gte im rumänis­chen Kon­stan­ta. Hier trafen sich am 6. April die bul­gar­ische Korvette RESHITELNIY, die rumänis­che Fre­gat­te ADMIRAL EUSTATIU SEBASTIAN, das rus­sis­che Lan­dungss­chiff TSESAR KUNIKOV (Flag­gschiff), die türkische Fre­gat­te YAVUZ und der ukrainis­che Minen­such­er CERKASI zur formellen Aktivierung und Vor­bere­itung der bis zum 26. April geplanten Aktiv­itäten. Grün­dungsmit­glied Georgien ist eben­falls mit von der Par­tie, allerd­ings nur mit Stab­sper­son­al, denn man ver­fügt über kein geeignetes Boot zur aktiv­en Teil­nahme an den auf Hoher See geplanten Übun­gen.

Wie üblich wech­seln sich ein­mal mehr Hafenbe­suche (ins­ge­samt zwölf Tage) und kurze Seep­hasen (ins­ge­samt nur sechs Tage) ab. Vom 6. bis 9. April lagen die Ein­heit­en in Con­stan­ta. Danach ging es in der ersten kurzen Seep­hase über das west­liche Schwarzmeer nach Sev­astopol (Ukraine). Nach Ende des dor­ti­gen Hafenbe­such­es führt der Kurs dann nach Süden in Rich­tung Istan­bul (Türkei).

Bei dieser zweit­en Seep­hase ste­ht auch die kurze Ein­bindung in die derzeit laufende nationale Jahre­shaup­tübung ”Deniz Yildizi” der türkischen Marine auf dem Pro­gramm. Anson­sten wer­den als Übungsin­halte Minen­ab­wehr, Seenot-Ret­tung (SAR), human­itäre Hil­feleis­tung sowie Umweltschutz in See genan­nt. Mit Ende des gemein­samen Hafenbe­such­es in Istan­bul wird am 26. April die Black­SeaFor wieder deak­tiviert, und die Ein­heit­en und beteiligten Stäbe kehren in ihre Heimath­äfen zurück.

In Koop­er­a­tion mit “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen

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