BALTOPS 2009

Am 8. Juni hat die in diesem Jahr größte Marineübung in der Ost­see begonnen.

45 Schiffe und Boote (von Zer­stör­ern über Fre­gat­ten und Korvet­ten bis hin zu Minen­ab­wehrein­heit­en und U-Booten) von 12 Mari­nen sowie zahlre­iche Flugzeuge nehmen an der bis zum 19. Juni dauern­den diesjähri­gen Aus­gabe von Bal­tops teil.

Neben zehn NATO-Mari­nen (Däne­mark, Est­land, Frankre­ich, Deutsch­land, Let­t­land, Litauen, Nieder­lande, Polen, Großbri­tan­nien, USA) mit u.a. dem NATO-Ein­satzver­band SNMCMG-1 brin­gen sich wie schon in den ver­gan­genen Jahren auch die Ost­seean­rain­er Schwe­den und Finn­land in die Übung ein. Mit ins­ge­samt neun Ein­heit­en (sechs Minen­jagdboote, ein U-Boot und zwei Hil­f­ss­chiffe) stellt die schwedis­che Marine sog­ar das größte Kontin­gent unter den Teil­nehmern. Es fehlt allerd­ings die rus­sis­che Marine, die nach den let­ztjähri­gen Ver­stim­mungen um den Georgien-Kon­flikt der Übung auch in diesem Jahr fern bleibt.

Das nun­mehr bere­its 37. Bal­tops begann mit der „in-port final plan­ning phase“ im schwedis­chen Karl­skro­na, wo die meis­ten Ein­heit­en bere­its am 6. Juni ein­liefen und sich in einem reich­halti­gen sozialen und sportlichen Pro­gramm ken­nen lern­ten. Die von RAdm Chris­ten­son (US Navy) als Offi­cer in Tac­ti­cal Com­mand vom Führungss­chiff der 6. US-Flotte MOUNT WHITNEY geleit­eten Übun­gen in See deck­en ein bre­ites Spek­trum ab. Dazu gehören „Peace Sup­port Oper­a­tions“, „Mar­itime Secu­ri­ty Oper­a­tions“ (Board­ing mit Blick auf Anti-Ter­ror / Anti-Pira­terie-Ein­sätze) und „Mar­itime Inter­dic­tion Oper­a­tions“ (Embar­goüberwachung) eben­so wie Schießab­schnitte, U-Jagd, Flu­gab­wehr, Minen­bekämp­fung, Ver­sorgung in See, gemein­same Lage­bilder­stel­lung, See­mannschaft und schließlich auch SAR.

Ein­deutiger Schw­er­punkt ist allerd­ings „der richtige Umgang mit so genan­nten asym­metrischen Bedro­hun­gen, wie zum Beispiel der Abwehr von Speed­boot-Angrif­f­en und der Bekämp­fung von Waf­fen­schmuggel). Einzelne Übungsszenar­ios sind dabei realen Krisen eng nachemp­fun­den. Das Übungs­ge­bi­et konzen­tri­ert sich in diesem Jahr auf die Seege­bi­ete der Ost­see zwis­chen der schwedis­chen Küste und der dänis­chen Insel Born­holm. Wie üblich wer­den zahlre­iche Teil­nehmer nach Übungsende zur Teil­nahme an der Kiel­er Woche nach Kiel ver­legen.

In Koop­er­a­tion mit “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen

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