Südafrikas Marine — Aus der Isolation der »Apartheid« zu anerkannter regionaler Führung

Weit­ere Informationen

Interne Links

Weit­ere links siehe unten 

Externe Links

Aus­blick

Der Zulauf der neuen Fre­gat­ten und U‑Boote ist nur erste Phase der SAN-Mod­ernisierung. Auch andere Kom­po­nen­ten bedür­fen drin­gend ein­er Erneuerung (inzwis­chen sind auch die ex-deutschen Troi­ka- Leit­boote aus­ge­mustert). Zahlre­iche Pro­jek­te ste­hen denn auch auf der Wun­schliste der kom­menden Jahre. 

ThyssenKrupp MRD (Foto: Michael Nitz)
ThyssenK­rupp MRD
Foto: Michael Nitz
  • Bere­its begonnen hat »Project Xena«, in dessen Rah­men 15 kleine (10 m), schnelle Boote für die neue »Mar­itime Reac­tion Squadron « beschafft werden.

  • Auf gutem Weg ist »Project Mapantsu­la«, die Erneuerung der Minen­ab­wehrfähigkeit, allerd­ings nicht durch dezi­dierte neue Boote. Vielmehr sollen alle Über­wassere­in­heit­en durch fern­lenkbare Drohnen zur Minen­ab­wehrrolle befähigt wer­den. Eine Vorentschei­dung ist für das Sys­tem SEAOTTER gefallen. 

  • Hohe Pri­or­ität hat offen­bar »Project Mil­len­ni­um«, in dessen Rah­men ein bis drei amphibis­che »Strate­gic Sup­port Ships« beschafft wer­den sollen. Schon 2002 hat­te der dama­lige Marinebe­fehlshaber die Beschaf­fung von Schif­f­en angeregt, die zum einen als Seev­er­sorg­er für die Fre­gat­ten dienen kön­nen, zum anderen aber auch im See­trans­port von Trup­pen, Fahrzeu­gen und Ver­sorgungs­gütern sowie in der Unter­stützung von (human­itären) Oper­a­tio­nen an Land ein­set­zbar sind. Gedacht wird hier an Dock­lan­dungss­chiffe oder gar Hub­schrauberträger. Da solche Schiffe vor allem auch geeignet wären, den regionalen mar­iti­men Führungsanspruch Südafrikas zu unter­mauern, gilt die baldige Beschaf­fung (zunächst) eines solchen Schiffes als wahrschein­lich. ThyssenK­rupp Marine Sys­tems hofft hier, mit seinem Design eines Mul­ti-Role Dock Land­ing Ships (MRD) zum Zuge zu kommen.

  • Mit »Project Biro« sollen zum einen die drei noch verbliebe­nen Boote der WAR­RIOR-Klasse durch drei mit Rohrwaf­fen bestück­te, Hub­schrauber-fähige 80- bis 85-m-Off­shore Patrol Ves­sel erset­zt wer­den. Teil dieses Vorhabens ist überdies ein Ersatz der drei Inshore Patrol Craft durch drei 55-m-Boote.Alle sechs Fahrzeuge sollen möglichst in Südafri­ka gebaut wer­den. Hier soll­ten Entschei­dun­gen eigentlich schon im let­zten Jahr fall­en, lassen aber noch immer auf sich warten.Um »Project Biro« bewer­ben sich u.a. auch die deutschen Fir­men ThyssenK­rupp Marine Sys­tems und Abek­ing & Rasmussen.

  • Unmit­tel­bar mit »Project Biro« ver­bun­den ist »Project Hotel«, die Beschaf­fung eines vierten Off­shore Patrol Ves­sel, das allerd­ings für hydro­grafis­che Ver­mes­sungsauf­gaben aus­gerüstet sein und die alte PROTEA erset­zen soll.

Zu erwäh­nen sind schließlich noch die Beschaf­fung eines Tief­see- Bergeschiffes (avisiert für 2011) sowie »Project Brutes«, ein geplanter Mid-Life Upgrade für den Ver­sorg­er DRAKENSBERG. Wenig Chan­cen wer­den dage­gen der seit Jahren immer wieder ins Gespräch gebracht­en Bestel­lung noch ein­er fün­ften Fre­gat­te der VAL­OUR-Klasse (Option des ursprünglichen Ver­trages) eingeräumt. 

Zum Autor
Klaus Momm­sen ist in der Redak­tion des Marine­Fo­rum zuständig für die Berichter­stat­tung zu aus­ländis­chen Marinen 

Team GlobDef

Seit 2001 ist GlobalDefence.net im Internet unterwegs, um mit eigenen Analysen, interessanten Kooperationen und umfassenden Informationen für einen spannenden Überblick der Weltlage zu sorgen. GlobalDefence.net war dabei die erste deutschsprachige Internetseite, die mit dem Schwerpunkt Sicherheitspolitik außerhalb von Hochschulen oder Instituten aufgetreten ist.

Alle Beiträge ansehen von Team GlobDef →