Europa — CHENS 2007 — CHiefs of European NavieS

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Dieser Artikel wird mit fre­undlich­er Genehmi­gung der “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen” veröf­fentlicht.

Marineforum

CHiefs of Euro­pean NavieS — Das Forum der Marinebe­fehlshaber Europas
Marineforum »Chiefs of European Navies« (CHENS) Am 10. und 11. Mai 2007 fand in Stock­holm die diesjährige Kon­ferenz der »Chiefs of Euro­pean Navies« (CHENS) statt. Ein­ge­laden hat­te der schwedis­che Marinebe­fehlshaber, Kon­ter­ad­mi­ral Anders Gren­stad. Der Ein­ladung fol­gten neben seinen Amt­skol­le­gen der 24 Mari­nen aus europäis­chen NATO- und EU-Mit­gliedsstaat­en auch Beobachter des Mil­itärstabes der Europäis­chen Union, der NATO und der US-Navy in Europa. Gäste der Kon­ferenz waren Vertreter der Europäis­chen Kom­mis­sion und der Inter­na­tion­al Mar­itime Organ­i­sa­tion (IMO).

Von Markus Nolte/Bodo Rathge­ber

(Fre­gat­tenkapitän Markus Nolte ist Aus­tauschof­fizier im franzö­sis­chen Marine­führungsstab — »Etat-Major de la Marine«, Refer­at Oper­a­tionelle Stu­di­en – »Etudes Opéra­tionnelles «.
Korvet­tenkapitän Bodo Rathge­ber, Fü M III 1, ist Ref­er­ent für Pla­nungsvor­gaben Marine, Trans­for­ma­tion und Europäis­che Union. Bei­de nehmen in der Franzö­sis­chen bzw. Deutschen Marine die Auf­gaben des CHENS Point of Con­tact wahr.)

Die Chefs der europäis­chen Mari­nen, darunter auch der Inspek­teur der Deutschen Marine, Vizead­mi­ral Wolf­gang Nolt­ing, haben in diesem Jahr den Schw­er­punkt auf die Entwick­lung der Mar­iti­men Sicher­heit und dabei die Rolle der Mari­nen gelegt. Mar­itime Sicher­heit wird in der Sicher­heits-, Vertei­di­gungs- und Meere­spoli­tik der Europäis­chen Union wie auch in der NATO zunehmend the­ma­tisiert. Weltweit wird dazu eine Vielzahl von Ini­tia­tiv­en ver­fol­gt. Für Europa mit ein­er Küsten­lin­ie, die vom Schwarzen Meer bis zur Ost­see und in den Nor­dat­lantik reicht, haben die Seewege eine beson­dere Bedeu­tung.

Der freien Nutzung der Meere ste­hen allerd­ings vielfältige Gefahren und Bedro­hun­gen gegenüber. Zivile Behör­den, wie Polizei, Zoll und Fis­chereis­chutz und nicht zulet­zt die Marine, sind ver­schiedene Akteure in der Mar­iti­men Sicher­heit. Eine klare, umfassende Strate­gie zu ihrer Koor­di­na­tion fehlt aber bish­er.

Die Marinechefs Europas haben einen Vorschlag für eine solche umfassende Strate­gie für die Mar­itime Sicher­heit ver­ab­schiedet. Aus ihrer Sicht ist Mar­itime Sicher­heit nur in ein­er part­ner­schaftlichen Zusam­me­nar­beit zivil­er Behör­den mit Seestre­itkräften zu erre­ichen.

Auf der Tage­sor­d­nung der CHENS standen daneben aktuelle Fra­gen aus den beteiligten Mari­nen. Das umfasste unter anderem die europäis­che Zusam­me­nar­beit bei der Kadet­te­naus­bil­dung, die mar­itime Unter­stützung der EU Bat­tle­groups, den Beitrag zu UNIFIL, den Schutz von Mari­neein­heit­en bei Hafenbe­suchen und die Studie zur mar­iti­men Dimen­sion in der Europäis­chen Sicher­heits- und Vertei­di­gungspoli­tik.

Für 2008 lud der Marinebe­fehlshaber Bul­gar­iens, Vizead­mi­ral Minko Kavaldzhiev, zum näch­sten CHENS-Tre­f­fen ein. Ein Schw­er­punkt wird dann die ver­gle­ichende Betra­ch­tung europäis­ch­er und amerikanis­ch­er mar­itimer Strate­gien sein.