Deutschland — Nationale Maritime Konferenz 2009

Kom­pe­ten­zver­lust bere­it­et Sorge

Dem Inspek­teur bere­it­et der in der Ver­gan­gen­heit teil­weise geübte Verzicht auf eigene Kom­pe­tenz Sorge. Dadurch dro­he der Bun­deswehr als Ganzes und auch inner­halb der Marine der Ver­lust der Fähigkeit, die Beschaf­fung kom­plex­er Sys­teme kom­pe­tent und umfänglich begleit­en zu kön­nen. Diese Fähigkeit müsse aber erhal­ten wer­den. Dies schließe neue For­men der tech­nis­chen und logis­tis­chen Unter­stützung durch die gewerbliche Wirtschaft ein. Er zeigte sich sich­er, dass in diesem Bere­ich das Zusam­men­wirken von öffentlichem Auf­tragge­ber und Mari­neschiff­bau in bei­der­seit­igem Inter­esse noch verbessert wer­den könne. So sei Aus­bil­dung­sun­ter­stützung Teil der mil­itärischen Auf­tragser­fül­lung und diene gle­ichzeit­ig der langfristi­gen Sta­bil­isierung ein­er Krisen­re­gion. Das Gle­iche gelte für die Unter­stützung von Rüs­tung­sex­porten durch den Auf­bau beson­der­er bilat­eraler Beziehun­gen zwis­chen der Deutschen und den Empfänger­mari­nen. Auch damit ließen sich Koop­er­a­tion, Ver­trauen und Sta­bil­ität­strans­fer erre­ichen.

Insofern gewinne die Aus­bil­dungs- und Rüs­tung­sun­ter­stützung eine fast dem Ein­satz entsprechende Wer­tigkeit, sei aber inner­halb der Stre­itkräfte nicht Struk­tur bes­tim­mend oder gar Ressourcen begrün­dend abge­bildet. Die Prax­is habe hier gezeigt, dass diese Unter­stüt­zleis­tun­gen häu­fig zulas­ten der Marine gin­gen. Es komme hier darauf an, den als notwendig und sin­nvoll erachteten Auf­gaben auch Ressourcen zuzuweisen und dabei auch die Mari­neschiff­bauin­dus­trie angemessen in die Pflicht zu nehmen.