Deutschland — Nationale Maritime Konferenz 2009

Lob für die Marine
6. Nationale Maritime Konferenz 2009 in Rostock
Staatssekretär Kossendey

Für die anwe­senden Mari­ne­of­fiziere war es eine beson­dere Anerken­nung, durch Staatssekretär Kossendey zu hören, dass die Marine bei den für Seestre­itkräfte rel­e­van­ten The­men nicht nur auf der Höhe der Zeit sei, son­dern mehrfach eine Vor­re­it­er­rolle ein­genom­men habe. »Die Marine hat beachtliche Konzepte für die mar­iti­men Fähigkeit­en kün­ftiger Stre­itkräfte erstellt, die entsprechende Auswirkun­gen auf ihre Gestal­tung und Aus­rüs­tung haben wer­den«, so der Staatssekretär. Einge­bet­tet in den Trans­for­ma­tion­sprozess der Bun­deswehr habe die Marine wesentliche Entwick­lun­gen berück­sichtigt, wie den Expe­di­tionary-Ansatz mit der Fähigkeit, in großer Ent­fer­nung von Deutsch­land vor frem­den Küsten zu operieren, die Stre­itkräftege­mein­samkeit und das Prinzip der Ver­net­zten Oper­a­tions­führung.

Kossendey wies darauf hin, dass die Marine über neuar­tige Kom­bi­na­tio­nen von größeren Mut­ter­plat­tfor­men und kleineren fliegen­den, schwim­menden oder tauchen­den mod­u­laren Ein­satzsys­te­men nach­denkt. Hier bieten sich in vie­len Fällen unbe­man­nte, fer­nges­teuerte Sub­sys­teme an, um neben der Verbesserung der Wirk­samkeit im Ein­satz die Gefährdung des Per­son­als zu ver­min­dern. Er erwäh­nte auch die Inten­sivnutzung von Ein­heit­en am Beispiel der Fre­gat­te Klasse 125, um aufzuzeigen, dass hier von der Indus­trie in Zusam­me­nar­beit mit der Deutschen Marine inno­v­a­tive Lösun­gen gefordert seien, die nicht nur tech­nis­ch­er, son­dern auch logis­tis­ch­er Natur sind. »Es kommt darauf an, dass die Mari­neschiff­bauin­dus­trie diese Neuerun­gen im Sinne des bevorzugten Kun­den, der Deutschen Marine, auch erfol­gre­ich mit materiellen Lösun­gen umset­zt. Erfol­gre­ich­es Vor­weisen von Ref­eren­zpro­duk­ten unter­stre­icht den guten Ruf der Indus­trie und eröffnet im Gegen­zug Ver­mark­tungschan­cen.«

Von­seit­en der Mari­neschiff­bauin­dus­trie und der Arbeit­nehmervertreter wurde mit Freude zur Ken­nt­nis genom­men, dass Kossendey für das Bun­desmin­is­teri­um der Vertei­di­gung ein klares – wenn auch kon­di­tion­iertes – Beken­nt­nis zur Unter­stützung des Rüs­tung­sex­ports abgab:»Um erfol­gre­ich im inter­na­tionalen Wet­tbe­werb beste­hen zu kön­nen, ist die deutsche wehrtech­nis­che Indus­trie auf Unter­stützung durch die Bun­deswehr angewiesen. Diese Unter­stützung leis­ten wir gerne in Abhängigkeit ver­füg­bar­er Kapaz­itäten, denn aus der kon­se­quenten Aus­rich­tung der Stre­itkräfte auf den Ein­satz ergibt sich eine stetige Reduzierung der Ver­füg­barkeit von Kapaz­itäten. Ein­schränkun­gen der eige­nen Auf­gaben­wahrnehmung sind nicht zu akzep­tieren.« Und weit­er: »Um Unter­stützungsleis­tun­gen auch zukün­ftig erbrin­gen zu kön­nen, bedarf es ein­er präzisen, ver­lässlichen Abstim­mung und Umset­zung. Hier­für muss auch die Indus­trie ihren Beitrag erbrin­gen.« Nach den Ein­führungsre­den teilte sich das Plenum auf ins­ge­samt sieben Work­shops auf.