Deutschland — Nationale Maritime Konferenz 2009

Erst­mals eigen­er Work­shop zur Deutschen Marine und Mari­neschiff­bau

on Jür­gen E. Kratz­mann
(Jür­gen E. Kratz­mann ist Chefredak­teur des Marine­Fo­rum)

Dag­mar G. Wöhrl, Par­la­men­tarische Staatssekretärin beim Bun­desmin­is­ter für Wirtschaft und Tech­nolo­gie und Koor­di­na­torin der Bun­desregierung für die mar­itime Wirtschaft, begrüßte die mehr als ein­tausend Kon­feren­zteil­nehmer mit ein­er Bestand­sauf­nahme zur mar­iti­men Wirtschaft in Deutsch­land. Ihrer Rede fol­gte eine kurze Ansprache der Par­la­men­tarischen Staatssekretärin beim Bun­desmin­is­ter für Verkehr, Bau und Stad­ten­twick­lung, Karin Roth. Bei­de wandten sich in ihren Beiträ­gen – wie nicht anders zu erwarten – nur am Rande dem The­ma Marine und Mari­neschiff­bau zu. Auch Bun­deskan­z­lerin Angela Merkel berührte in ihrer Ansprache am Nach­mit­tag diese The­matik kaum.

Ganz im Gegen­satz dazu wies bere­its in seinem Ein­gangsstate­ment der Par­la­men­tarische Staatssekretär beim Bun­desmin­is­ter der Vertei­di­gung, Thomas Kossendey, zunächst auf die wirtschaftlichen Ver­flech­tun­gen und die Abhängigkeit Deutsch­lands vom Export und von gesichert­er Rohstoff- und Energiezu­fuhr und sicheren Trans­portrouten über die Welt­meere hin und betonte, dass unser Wohl­stand und damit der soziale Friede untrennbar mit der Sicher­heit auf See ver­bun­den seien. Wörtlich: »Wir müssen wil­lens sein, mit den dafür geeigneten Mit­teln unsere Sicher­heitsin­ter­essen zu schützen und durchzuset­zen. Dabei kön­nen Stre­itkräfte erforder­lich sein, um Krisen zu ver­hin­dern, Kon­flik­te beizule­gen oder ter­ror­is­tis­che Anschläge zu ver­hin­dern.« Kossendey erläuterte anschließend, dass zur Durch­führung von Oper­a­tio­nen zur Kon­flik­tver­hü­tung und Krisen­be­wäl­ti­gung ein­schließlich des Kampfes gegen den inter­na­tionalen Ter­ror­is­mus die »Konzep­tionellen Grund­vorstel­lun­gen Basis See« (KGV Basis See) durch den Gen­er­alin­spek­teur ver­ab­schiedet wor­den seien, um die See ver­stärkt als Basis zur Unter­stützung stre­itkräftekräftege­mein­samer Oper­a­tio­nen zu nutzen.