Deutschland – Die See als Basis für streitkräftegemeinsame Operationen


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Dieser Artikel wird mit freundlicher Genehmigung der „MarineForum – Zeitschrift für maritime Fragen“ veröffentlicht.

Marineforum

48. Historisch-Taktische Tagung der Flotte 2008 :
»Vom Rand in den Fokus« – Ausgewählte Fähigkeiten der Flotte zur maritimen Auftragserfüllung der Bundeswehr

Die See als Basis für streitkräftegemeinsame Operationen

Von Karsten Schneider
(Kapitän zur See Karsten Schneider ist Referatsleiter im BMVg Fü M III 1)

Marineforum - Kapitän zur See Karsten Schneider Vor genau 20 Jahren hatte ich zum ersten Mal die Ehre, bei einer HiTaTa vortragen zu dürfen. Das Thema lautete damals »Seestrategische und operative Vorstellungen beim Aufbau der Marine bis Anfang der 60er Jahre«. Diese Zeit lag damals noch nicht jene dreißig Jahre zurück, die sich die Geschichtswissenschaft Zeit nehmen muss, bevor sie sich einem Thema widmen darf. Dafür saßen aber die Zeitzeugen in der ersten Reihe.

Diesmal ist das Thema »Die See als Basis für streitkräftegemeinsame Operationen«, kurz »Basis See« genannt, noch viel aktueller. Die Tinte des Generalinspekteurs unter dem gleichnamigen Dokument, ist noch nicht einmal richtig trocken. Gleichwohl haben Sie, Herr Admiral, darum gebeten, mit einem Vortrag aus dem Führungsstab der Marine das Generalthema dieser HiTaTa abzurunden und damit einen Bogen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen.

Ich möchte den Rahmen einer historisch- taktischen Tagung HiTaTa wahren, indem ich historische und taktische Aspekte in meinen Vortrag einbinde. Den historischen Bezug bildet eine Rückschau darauf, wie die Zusammenarbeit der Teilstreitkräfte in der Vergangenheit organisiert war. Das erscheint mir erforderlich, um den Wandel der Bedeutung von Streitkräftegemeinsamkeit in neuerer Zeit und die Rolle der Marine verständlich machen zu können. Am Ende meines Vortrages soll auch deutlich werden, welche taktischen Fragen sich aus dem neuen Konzept Basis See ergeben.