Deutschland — 100 Jahre Marineküstenstation Marienleuchte

Qual­i­fiziertes Per­son­al im Einöd­stan­dort
Die Kom­plex­ität der Marine­un­ter­wasseror­tungsstelle erfordert für die Bedi­enung als auch für die Wartung und Instand­set­zung entsprechend qual­i­fiziertes Per­son­al. Vier Wachen mit jew­eils zwei Unterof­fizieren und bis zu vier Gas­ten bedi­enen die Anla­gen im Schicht­di­en­st­be­trieb an sieben Tagen in der Woche. Im Wartungs­bere­ich haben sich die Instand­set­zer auf die, neben der Betreu­ung der ELAM-Anlage, neuen Auf­gaben im Marine­un­ter­wasseror­tungsstelle-Sek­tor her­vor­ra­gend eingestellt. 

Auf­grund der abgele­ge­nen Lage der Marineküsten­sta­tion Marien­leuchte muss die Ver­sorgung der Sol­dat­en in beson­der­er Weise sichergestellt wer­den. Im Dezem­ber 2007 wurde entsch­ieden, dass die Trup­penküche Marien­leuchte als eine der weni­gen mil­itärisch geführten Vol­lküchen der Marine erhal­ten bleibt. Der eigene Küchen­be­trieb, dessen exzel­len­ter Ruf weit über Fehmarns Küsten hin­aus­ge­ht, ist mit Verpfle­gungsmeis­ter, Küchen­buch­hal­ter und ins­ge­samt drei Köchen und drei Hil­f­skräften beset­zt und bietet an sieben Tagen in der Woche für die Verpfle­gung­steil­nehmer kuli­nar­ische Genüsse. 

Marineforum - Marienleuchte
Marien­leuchte 2008

Bed­ingt durch die geografis­che Lage und als anerkan­nter Einöd­stan­dort, ist eine aus­re­ichende Mobil­ität zur Aufrechter­hal­tung des Dien­st­be­triebes hier schon immer extrem notwendig gewe­sen und ist es noch. Fahrten nach Put­los zum Trup­pe­narzt und zur Außen­stelle des zuständi­gen Bun­deswehr Dien­stleis­tungszen­trum Plön sowie zum Aus­bil­dungszen­trum Schiff­sicherung in Neustadt/ Hol­stein, zur Zah­narzt­gruppe und zum Stan­dort­ser­viceteam des Bun­deswehr­di­en­stleis­tungszen­trum Plön sind an der Tagesordnung. 

Noch weit­ere Wege führen zum Marinearse­nal und zum Facharztzen­trum in Kiel sowie zu den vorge­set­zten Dien­st­stellen nach Eck­ern­förde, Flens­burg oder Nienburg/Weser. Nach Burg auf Fehmarn ist ein Werkverkehr ein­gerichtet. Kaser­nenpflichtige Sol­dat­en kön­nen Für­sorge­fahrten zum Bahn­hof Puttgar­den oder ins Inselzen­trum Burg nutzen. Auch der Per­son­alum­fang unter­lag einem steti­gen Wan­del und beträgt zurzeit für Marine und Stre­itkräfte­ba­sis zusam­men: ein Offizier, 12 Porte­pee­un­terof­fiziere, 15 Unterof­fizieren, 27 Mannschaften sowie acht zivile Mitarbeiter. 

Zurzeit sehen die Ange­höri­gen der Marineküsten­sta­tion den Entwick­lun­gen opti­mistisch ent­ge­gen. Die Notwendigkeit der Daten­er­fas­sung durch die Marine­un­ter­wasseror­tungsstelle und die aktuellen Sta­tion­ierungsentschei­dun­gen in Schleswig-Hol­stein lassen eine weit­ere Per­son­alver­stärkung erwarten. 

Team GlobDef

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