Piraterie/Terrorismus — Passagierschifffahrt und Terrorismus — Eine unterschätzte Gefahr

Dieser Artikel wird mit fre­undlich­er Genehmi­gung der “Marine­Fo­rum — Zeitschrift für mar­itime Fra­gen” veröf­fentlicht.

Marineforum

Pas­sagier­schiff­fahrt und Ter­ror­is­mus — Eine unter­schätzte Gefahr

Ter­ro­ran­schläge auf die Luft­fahrt sowie Ter­ro­rak­te an Land sind das Risiko unser­er Zeit. Ein Bedro­hungsszenario kann man sich auch in der Schiff­fahrt vorstellen, wo ohne­hin Pirat­en und son­stige Krim­inelle mit großem »Erfolg« tätig sind. Wenn es darum geht, mit möglichst wenig Aufwand größt­möglichen Schaden mit sym­bol­hafter Bedeu­tung anzuricht­en, gerät die Schiff­fahrt mit ihren Sek­toren Pas­sagier­schiff­fahrt und Tankschiff­fahrt ins Visi­er. Es gibt in der Welt rund 500 Kreuz­fahrtschiffe und Tausende von Fähren. Allein in der EU bilden 370 Fährschiffe in Ost­see, Nord­see und Mit­telmeer die unverzicht­baren Verkehrslin­ien.

Zwar spielt Ter­ror als Bedro­hung für die Pas­sagier­schiff­fahrt zahlen­mäßig bish­er keine beson­dere Rolle, ver­di­ent aber größere Aufmerk­samkeit, wenn man bedenkt, dass soma­lis­che Pirat­en schon fünf Kreuz­fahrer erfol­g­los angrif­f­en und in einem Fall (franzö­sis­ch­er Kreuz­fahrt-Segler LE PONANT) ein Schiff kapern kon­nten. Nach­den­klich muss auch stim­men, dass der ver­lus­tre­iche Ter­ro­ran­schlag in Mum­bai im Okto­ber 2008 von einem Mut­ter­schiff und mehreren Speed­booten von See kom­mend aus­ge­führt wurde, ohne von den indis­chen Polizei- und Marinekräften erkan­nt zu wer­den.