Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD)

Inter­na­tion­al Fund for Agri­cul­tur­al Devel­op­ment (englis­che Beze­ich­nung; Abkürzung IFAD)
Fonds Inter­na­tion­al de Développe­ment Agri­cole (franzö­sis­che Beze­ich­nung; Abkürzung FIDA)
Sitz: 107 Via del Ser­afi­co, I-00142 Rom, T (0039) 6–54591, Fax: -5043463

Grün­dung:
Der Inter­na­tionale Fonds für land­wirtschaftliche Entwick­lung, neben der Grün­dung des Wel­ternährungsrates Ergeb­nis der Wel­ternährungskon­ferenz (1974), wurde 1977 gegrün­det. Die IFAD gehört als Son­deror­gan­i­sa­tion zum Sys­tem der Vere­in­ten Natio­nen.

Ziele:

  • Steigerung der Lebens­mit­tel­pro­duk­tion

  • Verbesserung der Ernährungslage und Bekämp­fung der Armut durch Pro­jek­t­pla­nung und -finanzierung zur Erhöhung der Einkün­fte

  • Mobil­isierung von Finanzmit­teln zur Verbesserung der Nahrungsmit­tel­pro­duk­tion und der Ernährung in Entwick­lungslän­dern

Struk­turen:
Die drei Mit­gliederkat­e­gorien unter­liegen im Gou­verneursrat und Ver­wal­tungsrat einem Abstim­mungsver­fahren, das sie in einem gle­ich­berechtigten Ver­hält­nis zueinan­der berück­sichtigt. Die par­itätis­che Gewich­tung der drei Kat­e­gorien über­dacht die Gewich­tung nach Kap­i­talein­la­gen in den Kat­e­gorien 1 und 2.
Der Gou­verneursrat, in dem jedes Mit­glied mit einem Gou­verneur und einem Stel­lvertreter vertreten ist, ist das höch­ste Organ. Er trifft jährlich zusam­men; Son­der­sitzun­gen kön­nen durch Entschei­dung des Ver­wal­tungsrates ein­berufen wer­den. Der Gou­verneursrat kann seine Befug­nisse mit Aus­nahme einiger Rechte wie Änderung des Übereinkom­mens oder die Ein­stu­fung von neuen Mit­gliedern in eine der Kat­e­gorien auf den Ver­wal­tungsrat über­tra­gen.
Der Ver­wal­tungsrat, der aus 18 Mit­gliedern (plus 17 Stel­lvertretern), je sechs aus jed­er Kat­e­gorie, beste­ht, ist für die Führung der all­ge­meinen Geschäfte im Rah­men der ihm von der Kon­ven­tion über­tra­ge­nen Befug­nisse und der ihm zusät­zlich vom Gou­verneursrat über­wiese­nen Auf­gaben ver­ant­wortlich. Er tritt in unregelmäßi­gen Zeitab­stän­den, je nach Arbeits- und Entschei­dungsan­fall, zusam­men.
Der Präsi­dent, der vom Gou­verneursrat für eine vier­jährige Amts­dauer (ein­mal wieder­wählbar) gewählt ist, leit­et unter der Auf­sicht des Gou­verneurs- und des Ver­wal­tungsrates die Geschäfte. Ihm ste­ht ein Vizepräsi­dent zur Seite. Das Sekre­tari­at ist in drei Abteilun­gen gegliedert (Wirtschaft und Plan, Pro­jek­tleitung, All­ge­meine Angele­gen­heit­en). Der Präsi­dent ver­tritt die Organ­i­sa­tion nach außen. Er ist Vor­sitzen­der des Ver­wal­tungsrates.

Aktiv­itäten:
Die Finanzmit­tel ste­hen den Entwick­lungslän­dern in ihrer Eigen­schaft als Mit­gliedsstaat­en zur Ver­fü­gung.
Es gibt zweier­lei Arten der Kred­it­gewährung, die Kofi­nanzierung mit anderen zwis­chen­staatlichen Organ­i­sa­tio­nen und die Finanzierung von Eigen­pro­jek­ten.
Die IFAD gewährt seine Finanzmit­tel langfristig zu gün­sti­gen Bedin­gun­gen, oft zins­frei, mit ein­er gewis­sen Bear­beitungs­ge­bühr.
Die Kred­ite wer­den nach Pri­or­ität­sla­gen gewährt, zum einen zur Steigerung der Nahrungsmit­tel­erzeu­gung und Hebung des Ernährungs­standes der ärm­sten Bevölkerung in den ärm­sten Län­dern mit einem Nahrungsmit­telde­fiz­it, zum anderen zur Hebung des Poten­tials zur Steigerung der Nahrungsmit­tel­erzeu­gung in anderen Entwick­lungslän­dern zur Verbesserung der Lebens­be­din­gun­gen der ärm­sten Bevölkerun­gen.
Ziel­grup­pen der IFAD sind die kleinen Betriebe, Viehzüchter (Nomaden), Fis­ch­er, die land­losen Bauern, die Frauen in den ländlichen Bezirken, andere sozialökonomisch ver­armte Bevölkerungs­grup­pen.
Die Pro­jek­te konzen­tri­eren sich weit­ge­hend auf ökol­o­gisch gefährdete Rand­zo­nen in Afri­ka, Asien, Lateinameri­ka und in der Karibik, im Mit­tleren Ori­ent und in Nordafri­ka, in denen sich die Armen ein­er Min­derung ihrer Rohstoffe gegenüberse­hen. Neun Ein­satzbere­iche haben sich ergeben: Kred­ite, land­wirtschaftliche Entwick­lung, Bewässerung, Viehhal­tung, Fis­cherei, Besied­lung, Kom­merzial­isierung und Vor­rat­shal­tung, Weit­er­ver­ar­beitung, Aus­bil­dung.
Seit 1986 beste­ht ein Son­der­pro­gramm für die Län­der südlich der Sahara, mit dem den von der Dürre betrof­fe­nen Län­dern beim Wieder­auf­bau ihrer Land­wirtschaft und Viehwirtschaft geholfen wird.

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