Deutschland — Division Spezielle Operationen (DSO)

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Division Spezielle Operationen (DSO)

All­ge­meines

Die für die zukün­fti­gen Auf­gaben am besten geeignete Ein­heit des Heeres ist die Divi­sion Spezielle Oper­a­tio­nen (DSO). In ihr sind leichte aber spezial­isierte Ein­heit­en zusam­menge­fasst. Zu diesen Ein­heit­en zählen neben Fallschir­mjägern und Fern­späh­ern auch das KSK. Durch geeignete Aus­rüs­tung soll eine schnelle Ver­leg­barkeit gesichert wer­den, deshalb zählt der leichte Panz­er Wiesel 1 und 2 zur Ausstat­tung. Dieser 2,75 Ton­nen schwere Panz­er ist wahlweise mit 20mm Kanone oder TOW aus­gerüstet, er dient aber auch als Führungs- oder San­itätspanz­er. Im Ver­bund mit dem neuen Trans­port­flugzeug Air­bus A400M ist so eine beachtliche mil­itärische Schlagkraft in kurz­er Zeit an fast jeden Fleck der Welt ver­leg­bar. Aus diesem Grund hat die Divi­sion auch unver­hält­nis­mäßig viele frei­willig Länger­di­enende, Zeit- und Beruf­s­sol­dat­en.

Kern der Truppe bilden die bei­den Luft­lande­bri­gaden mit jew­eils etwa 3.000 Sol­dat­en. Wobei die Luft­lande­bri­gade 26 nicht zu den Krisen Reak­tions Kräften (KRK)  son­dern zu den Haupt Vertei­di­gungs Kräften (HVK) zählt. Sie stellt aber ein ständig ein­satzbere­ites Batail­lon für die KRK bere­it. Die Luft­lande­bri­gade 31 zählt zu den KRK und war Teil der jet­zt aufgelösten Multi­na­tionalen Divi­sion Cen­tral (MND-C) mit Haup­tquarti­er in Rhein­dahlen.

Im Zuge der neuen Bun­deswehrstruk­tur wurde das bish­er unter­stellte Fer­n­meldereg­i­ment 4 der Stre­itkräfte­ba­sis unter­stellt. Im Gegen­zug erhält die Divi­sion Luft­lande­pioniere, Fern­spähkräfte, Aufk­lärungskräfte und Unter­stützungskräfte. Damit wer­den die oper­a­tiv­en Fähigkeit­en der Divi­sion erhe­blich verbessert.

Ein­satzbere­iche der Divi­sion: (Quelle: Home­page DSO)

  • Das ständi­ge Bere­i­thal­ten eines Erkun­dungskom­man­dos zur Vor­bere­itung von nationalen Ein­sätzen außer­halb Deutsch­lands zur Ret­tung und Evakuierung sowie Schutz- und Rück­führung­sop­er­a­tio­nen
  • Die Pla­nung, Vor­bere­itung und Durch­führung von gemein­samen Ein­sätzen von Spezial- und Spezial­isierten Kräften bei
    • Ret­tung­sop­er­a­tio­nen
    • Evakuierung­sop­er­a­tio­nen
    • Schut­z­op­er­a­tio­nen (Dies schließt Maß­nah­men zur Alarmierung und Ver­legung der Kräfte in das Ein­satzge­bi­et ein.)
  • Die Pla­nung, Vor­bere­itung und Durch­führung von gemein­samen Ein­sätzen von Spezial- und Spezial­isierten Kräften zur

    sicheren Rück­führung (Extrak­tion) von mil­itärischen oder anderem offiziellen Per­son­al, das im Auf­trag der NATO/EU/ OSZE/VN (z.B. Beobachter­mis­sio­nen) einge­set­zt ist.

  • Die Pla­nung, Vor­bere­itung und Durch­führung von zeitlich begren­zten Oper­a­tio­nen, um Fol­gekontin­gente über z.B. Hafe­nan­la­gen und Flughäfen sich­er ein­brin­gen zu kön­nen, oder den Abzug von Kräften der Bun­deswehr nach Abschluss eines Ein­satzes zu überwachen und zu schützen.
  • Durch Unter­stützung von Oper­a­tio­nen zum Kampf in der Tiefe gegen Ein­rich­tun­gen, Kräfte und Mit­tel der geg­ner­ischen Führung und Logis­tik.

 

Struk­tur (Quelle: Deutsches Heer)

Struktur Division Spezielle Operationen (DSO)

Trup­pen­stärke

Ein­heit Anzahl
Luft­lande­bri­gade 26 3.000
Luft­lande­bri­gade 31 3.200
KSK 1.000
Luft­lande­pioniere, Fern­spähkräfte, Aufk­lärungskräfte und Unter­stützungskräfte etwa 200

Gesamt:

7.400

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