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USA - USV - Unbemannte Überwasserfahrzeuge - Unmanned Surface Vehicle - Einführung E-Mail
Geschrieben von Sidney E. Dean   
Artikel Inhalt
Einführung
Einsatzkonzepte
Mehrere Rumpfformen zur Auswahl
Vier USV-Klassen
- Fortsetzung
Technologische Herausforderungen
Entwicklung, Erprobung und Beschaffung








GlobalDefence.net - Spezial Überwasserschiffe Einsatzkonzepte
Das Aufgabenspektrum für unbemannte Überwasserfahrzeuge umfasst, neben allgemeiner Aufklärung, 7 Bereiche (nach Priorität geordnet):

Minenaufklärung und -beseitigung (Mine Countermeasures – MCM):
Die Minenbekämpfung hat die allerhöchste Priorität – sowohl weil die Navy gewährleisten will, dass ihre Einheiten zu jedem Gewässer den Zugang bewahren als auch aufgrund der hohen Lebensgefahr für die Besatzungen bemannter Minenräumfahrzeuge. Zwei verschiedene USV-Typen sollen für die Minenbekämpfung entwickelt werden. Die unbemannten Fahrzeuge werden die Sonaranlage für die Minenaufklärung sowie die akustischen und magnetischen Minenräumsysteme in Schlepptau nehmen.

U-Boot-Aufklärung und -bekämpfung (Anti- Submarine Warfare – ASW):
Mehrere sonarbestückte USV sollen während Krisen (vor allem in Littoralgewässern oder bei der Durchfahrt potenzieller U-Boot-Einsatzzonen) einen »Sicherheitszaun« um Marineverbände bilden, um Unterseeboote so weit im Voraus wie möglich zu erfassen und ggf. bemannte ASW-Kräfte an die U-Boote heranzuführen. Zu Kriegszeiten könnten einige USV-Typen auch leichte Torpedos (100 Kilo Gewicht, 25-Kilo-Sprengkopf) führen und einsetzen.

Maritime Sicherungsaufgaben (Maritime Security MS):
Hiermit bezeichnet die Navy die Sicherung von Hafenanlagen, Schiffsanlegestellen und verwandter Infrastruktur sowohl in den USA wie in Übersee. Das abzuwehrende Bedrohungsspektrum reicht von konventionellen militärischen Kräften über Spezialkräfte bis zu Terroristen. Überwachung der Küstengewässer, Buchten und Häfen durch optische, akustische und elektronische Sensoren über und unter Wasser (inklusive Überwasserradar) ist ein wesentliches Element dieses Aufgabenbereichs. Die USV sollen allerdings auch fernbedienbare Maschinengewehre führen und gegen erkannte Bedrohungen vorgehen können. Analog sollen USV auch Kräfteschutz für Kriegsschiffe in Littoralgewässern oder während des Transits von Meerengen bieten. Hier ebenso wie bei vor Anker liegenden Schiffen könnten die mit Lautsprechern und Waffen ausgestatteten USV einen Sicherheitskordon stellen und fremde Schiffe/Boote auffordern, Distanz zum Kriegsschiff zu wahren.

Bekämpfung von Überwasserzielen (Surface Warfare – SUW):
Größere USV-Klassen könnten automatische Waffen (Kal. 7,62 bis 25 mm), Raketen (Hellfire, Javelin) sowie nichtletale Waffen führen, um Ziele auf See oder an Land anzugreifen. Wie in der ASW-Konfiguration könnten auch Torpedos gegen Überwasserziele eingesetzt werden. In dieser Konfiguration könnten USV u.a. in Wasserstraßen oder Küstenstreifen patrouillieren, bzw. als bewaffnete Kundschafter vor einem Schiff oder Flottenverband fahren. Die Zerstörung von feindlichen Waffenplattformen oder Radar- und Kommunikationsanlagen in Küstengewässern oder an der Küste wäre eine weitere Aufgabe (man denke beispielsweise an die ehemaligen Ölbohrtürme im Persischen Golf, die heute von den iranischen Revolutionsgarden als Stützpunkte benutzt werden). Allerdings stellt der Navy-Fahrplan fest, dass derzeit nicht an der Entwicklung von Waffenmodulen für USV gearbeitet wird. Der Einsatz von Geschützen gegen bewaffnete Ziele gilt als unpraktisch, da die USV zu dicht heranfahren müssten und anfällig für Gegenfeuer wären. Torpedos wären derzeit die einzigen sinnvollen Waffen für den Einsatz gegen Überwasserziele, stellt der Fahrplan fest.

Unterstützung von Spezialkräften (Special Operations Forces Support – SOF):
Kleine, schwer zu ortende USV könnten in unmittelbarer Küstennähe oder im Flussbereich Aufklärung betreiben oder Lasten für Kampfschwimmer befördern; Nachschub an Spezialkräfte liefern, die bereits verdeckt hinter feindliche Linien agieren; oder Sensoren und Sprengstoff an Stellen platzieren, die für Menschen unzugänglich oder zu riskant wären.

Elektronische Kriegsführung (Electronic Warfare – EW):
Für elektronische Kriegsführung ausgestattete USV könnten eine falsche elektronische Signatur abgeben, um dem Feind die Präsenz eines amerikanischen Kriegsschiffes oder U-Bootes zu suggerieren oder um feindliche Antischiffsraketen abzulenken; über ein Gebiet verstreut fahrende USV könnten auch einen »Strahlenvorhang« errichten, um feindliche Waffen- oder Kommunikationssysteme zu stören.

Unterstützung von Abfangeinsätzen (Maritime Interdiction Operations Support – MIO):
In diesem Kontext sollen Boardingmannschaften in ihrem 11-Meterboot ein kleines USV mitführen. Dieses soll den Rumpf des zu durchsuchenden Schiffes über und unter Wasser nach Sprengsätzen, Kampftauchern, ABC-Spuren, Unterwasserluken und anderen Gefahren absuchen, ehe sich die Boardingmannschaft nähert.







Letztes Update ( Mittwoch, 23 Juli 2008 )
 
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