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Allgemein - Unmanned Underwater Vehicles UUV - Einführung E-Mail
Geschrieben von Willi Hornfeld und Jürgen Wernstedt   
Artikel Inhalt
Einführung
Risiken und Überwachungsnotwendigkeiten
Das Bedrohungsszenario
SeaFox IQ und SeaWolf
Notwendige zukünftige Entwicklungen
Zusammenfassung





Das Bedrohungsszenario
Die generellen Zielsetzungen der Homeland Security sind:

  • Verhinderung von terroristischen Angriffen im zu schützenden Bereich,

  • Verringerung der Objekt-Verwundbarkeit durch Terroristen,

  • Schutz der Bevölkerung, kritischer Infrastruktur, maritimer Einrichtungen wie Häfen und Zufahrten,

  • Schutz der maritimen Transportmittel,

  • Minimierung von Schäden, hervorgerufen durch terroristische Angreifer.


Bezogen auf die maritime Sicherheit ergeben sich daraus i.w. folgende Aufgaben:

  • Verbesserung der Überwachung von maritimen Einrichtungen,

  • Schließen der Häfen-Sicherheitslücken,

  • Aufbau von Sicherheitseinrichtungen und -fähigkeiten,

  • Initiierung der Zusammenarbeit relevanter Organisationen,

  • Sicherstellung der Einsatzfähigkeit relevanter Einheiten.


Dabei ist zu berücksichtigen, dass terroristische Strategien simpel und direkt sind, sie auf einen maximalen Effekt bezüglich Zerstörungen von Infrastrukturen und Leben zielen und Angriffe mit minimaler technischer Ausstattung bei größter Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden sowie vollständig das eigene Risiko ignorieren und eine maximale Medienaufmerksamkeit anstreben, um die Gesellschaft durch Angst und Terror zu destabilisieren.

Besonders schwierig ist dabei der hier näher zu betrachtende Unterwasserbereich von Hafenanlagen zu überwachen und zu inspizieren, da

  • sie extrem komplexe Gebilde darstellen,

  • ein intensiver Verkehr mit großer Geräuschkulisse herrscht,

  • für mobile Unterwasser-Überwachungssysteme nur enge Operationsräume zur Verfügung stehen,

  • der zu inspizierende Hafenboden aus unterschiedlichen Materialen von Sand bis Schlick besteht,

  • die zu inspizierenden Unterwasserobjekte in der Regel komplex, dreidimensional strukturiert und häufig bewachsen sind,

  • die Sicht meist extrem schlecht ist und sogar flüssiger Schlick auftreten kann und darüber hinaus,

  • starke und nicht präzise vorhersagbare Strömungen (Tide) und Wirbel und

  • eine 100 prozentige Inspektion der ausgewählten Objekte sichergestellt werden muss.


Als potenzielle Unterwasserangreifer bzw. Gefahrenquellen kommen in Frage

  • Schwimmer und Taucher

  • Taucher mit Scooter o.ä.

  • Boote/Schiffe mit Explosivstoffen/Waffen

  • Unmanned Underwater Vehicles (ROVs/ AUVs)

  • Trainierte Mammals etc. mit Sprengstoff

  • Minen (Treib-, Ankertau-, Boden-/Sediment-, Haft-).


Dazu gibt die folgende Tabelle einige Werte für typische Angreifer:

Marineforum

Die Überwachung der Unterwasserbereiche kann mit Sensorbarrieren, bestehend aus z.B. magnetischen und/oder aktiven und passiven Sonaren bestehen, welche durch autonome oder semiautonome Unterwasserfahrzeuge ergänzt werden können. Die Aufgaben der Ersteren besteht in der Detektion und einer begrenzten Verfolgung der Bewegung von Eindringlingen und der Zweiten ebenfalls in der Überwachung großräumiger Unterwasserbereiche, aber darüber hinaus insbesondere in gezielten Untersuchungen, z.B. durch Bauwerke abgeschirmter und somit schwer einsehbarer Bereiche sowie in der Inspektion ausgewählter Objekte zwecks Feststellung der Freiheit von unbemerkt angebrachten Sprengstoffen.

Im Folgenden sollen die heutigen Möglichkeiten der Inspektion von Unterwasseranlagen und die noch notwendigen Entwicklungen anhand zweier ausgewählter Unterwasserfahrzeuge näher dargestellt werden.





Letztes Update ( Dienstag, 12 Februar 2008 )
 
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